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Wird Valtchev neuer Borussen-Trainer?

Wird Valtchev neuer Borussen-Trainer?

Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen will morgen den Nachfolger von Trainer Michael Petry vorstellen. Petry verlässt die Borussia am Saisonende. Offenbar wird Valentin Valtchev sein Nachfolger beim derzeitigen Tabellendritten.

Am morgigen Dienstagabend will Borussia Neunkirchen offiziell den Trainer vorstellen, der ab Sommer die sportlichen Geschicke des Fußball-Oberligisten lenken wird. Aus einem nach Vereinsangaben großen Bewerberkreis haben sich zuletzt wenige Kandidaten herauskristallisiert, die für das Amt in Frage kommen. Nach SZ-Informationen hat Valentin Valtchev die besten Karten auf den Job. Der 49-Jährige trainiert derzeit Saarlandligist SG Saubach.

"Dass wir mit ihm in Kontakt standen, ist richtig. Er ist einer der Trainer, mit denen wir in den letzten Tagen gesprochen haben", sagt Borussias Vorsitzender Martin Bach, ohne allerdings zu bestätigen, dass dieser als Nachfolger des zum Liga-Rivalen FC Hertha Wiesbach abwanderten Michael Petry vorgestellt wird: "Wir haben uns intern auf einen Kandidaten fokussiert. Für mich ist die Sache aber erst klar, wenn der Vertrag unterschrieben ist."

Valtchev ist ein erfahrener Trainer, der zu Regionalligazeiten schon als Spieler für die Borussia aktiv war. Im Dezember 2015 teilte er dem Vorstand der SG Saubach mit, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Der Verein war weder überrascht noch - aufgrund der etwas enttäuschenden Tabellensituation - gänzlich unzufrieden. Im Frühjahr 2011 hatte Valtchev den Trainerjob beim SC Gresaubach (später: SG Saubach) übernommen, konnte den Abstieg aus der Saarlandliga allerdings nicht verhindern. Ein Jahr nach dem direkten Wiederaufstieg verließ er die SG im Sommer 2013. Im November des gleichen Jahres kehrte er auf die Trainerbank zurück, nachdem sich der Club von seinem Nachfolger Andreas Ludwig wieder trennte.

Das immer noch nicht abgeschossene Insolvenz-Eröffnungsverfahren stört zudem die Planungen für die kommende Saison. Perspektivisch will der Verein mit einem jungen, modernen Trainer arbeiten, der die Borussia bis 2020 in die Regionalliga führen kann. Verlautbarungen, nach denen das Insolvenzverfahren Ende Dezember 2015 oder Ende Februar 2016 abgeschlossen sein sollte, haben sich bisher nicht bestätigt, weil noch nicht alle Gläubiger der angepeilten Rückzahlungsquote zugestimmt haben. Einen Teil der Gläubiger hat Insolvenzverwalter Marc Herbert schon ausgezahlt. "Im Moment können wir nicht genau sagen, wann es soweit sein wird", sagt der 2. Vorsitzende Michael Krebs.