Saarlandliga: Wird Jägersburg zum Gejagten?

Saarlandliga : Wird Jägersburg zum Gejagten?

Mit den Oberliga-Absteigern VfB Dillingen und FSV Jägersburg startet die Fußball-Saarlandliga in ihre neue Saison.

Der Startschuss erfolgt an diesem Donnerstag: Dann eröffnet der VfB Dillingen mit einem Heimspiel gegen den FV Eppelborn um 19 Uhr die neue Saison in der Saarlandliga. Eine spannende Partie gleich zum Auftakt, denn beiden Teams wird der Sprung ins vordere Tabellendrittel zugetraut. „Das Eröffnungsspiel zu bestreiten, ist natürlich etwas Besonderes“, freut sich Marius Neumeier, der Oberliga-Absteiger Dillingen gemeinsam mit Francesco Schifino trainiert.

Gespannt darf man sein, wie sich seine neu formierte Mannschaft präsentiert – und wie das erste Pflichtspiel für Eppelborns neuen Trainer Sebastian Kleer verläuft.. Beim VfB gab es in der Sommerpause einen größeren Umbruch. Unter anderem sind gleich fünf Spieler von den Hüttenstädtern zu Bezirksligist SV Wallerfangen gewechselt, darunter dessen neues Spielertrainer-Duo Jannick Theobald und Yannik Schetter. Neu beim VfB sind unter anderem Stürmer Samed Karatas (FV Schwalbach) und Torwart Julian Wamsbach (FC Wiesbach).

Insgesamt wurde das Team auch verjüngt. Wegen der vielen Veränderungen sagt Neumeier: „Ins vordere Drittel wollen wir schon, der direkte Wiederaufstieg ist für uns aber kein Thema.“ Neumeier hat eine ganze Reihe anderer Favoriten ausgemacht: „Mein Top-Titelkandidat sind die SF Köllerbach. Aber auch Brebach, Auersmacher, Eppelborn und Jägersburg zähle ich zum Favoritenkreis“, erklärt der Innenverteidiger.

Köllerbach war vergangene Saison Vizemeister, scheiterte erst in den Aufstiegsspielen zur Oberliga. „Wir wollen uns gegenüber der vergangenen Saison natürlich nicht verschlechtern“, sagt Florian Bohr, der bei den SF Robin Vogtland (zur Spvgg. Quierschied) als Spielertrainer abgelöst hat, grinsend. Im Klartext: Die Sportfreunde wollen erneut ganz oben mitmischen.

Dieses Ziel hat auch Oberliga-Absteiger Jägersburg. Während Neumeier Köllerbach als Top-Titelkandidat ausgemacht hat, sehen einige andere Übungsleiter aus der Liga den FSV als Titelkandidat Nummer Eins. Neu-Trainer Tim Harenberg, der bislang das Verbandsliga-Team des Clubs trainierte, kann auf etliche Akteure zurückgreifen, die letzte Saison zum Oberliga-Kader des Vereins gehörten. Einen größeren Umbruch gab es nach dem Abstieg nicht, wenn auch ein paar Spieler wie Arman Ardestani (1. FC Nürnberg II) dem Club den Rücken gekehrt haben. Mit Dennis Gerlinger (TSC Zweibrücken) gibt es einen Neuzugang der schon in der Regionalliga spielte.

Genau wie Köllerbach und Jägersburg macht auch der SV Auersmacher keinen Hehl daraus, dass er gerne ganz oben mitmischen würde. Der Stamm des Teams das vergangene Saison Vierter wurde, wurde gehalten. Dazu gab es mit Johannes Britz (Quierschied) und Lukas Quirin (FC Homburg) zwei hochkarätige Neuzugänge. „Mit ihrer Verpflichtung haben wir an wichtigen Stellschrauben gedreht“, sagt Neu-Trainer Jan Berger (bisher FV Eppelborn).

Einen Platz vor Auersmacher landete letzte Saison Lokalrivale SC Halberg Brebach. Nach der Winterpause gewann der SC alle Spiele. Sollte Brebach an diese Leistungen anknüpfen können, wird auch das Team vom Halberg, bei dem es bis auf die Verpflichtung von Marcel Schorr (zuletzt Wiesbach) kaum Veränderungen gab, wieder vorne mit dabei sein.

Von den drei Aufsteigern sind mit dem SV Rot-Weiß Hasborn und dem 1. FC Reimsbach zwei Rückkehrer in die höchste saarländische Spielklasse. Erstmals dort vertreten ist dagegen der FV Bischmisheim, dem der Durchmarsch von der Landes- bis in die Saarlandliga gelang. „Wir werden ganz schön Gas geben müssen um die Klasse zu halten. Aber wir haben keine Angst“, sagt Bischmisheims Spielausschuss-Vorsitzender Rainer Kohl.

Der ehemalige Oberligist Hasborn kehrte nach dem Abstieg aus der Saarlandliga 2018 schnell wieder dorthin zurück. Mit zwei Verpflichtungen sorgte der Aufsteiger schon in der Sommerpause für Furore: Martin Dausch vom 1. FC Saarbrücken spielt künftig ebenso am Fuße des Schaumbergs wie Christian Lensch vom FC Homburg. Dazu hat der Club noch mit Gian-Luca Forkel (U19 1. FC Saarbrücken) den Sohn des früheren FCS-Profis Martin Forkel unter Vertrag genommen. Allerdings hat der SV mit Torschützenkönig Lukas Biehl (Spielertrainer SG Oberkirchen-Grügelborn) und Mischa Theobald (Spielertrainer SSC Schaffhausen) auch zwei Leistungsträger verloren.

Im Hasborner Waldstadion sicherte sich der 1. FC Reimsbach am 31. Mai nach drei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Saarlandliga. Der 1. FC gewann dort das Entscheidungsspiel der Verbandsliga-Vizemeister nach einem 0:2-Rückstand bis zur 81. Minute noch mit 3:2 gegen die SG Lebach-Landsweiler. Mit dem Aufstieg hat sich in Reimsbach das Trainer-Duo Florian Becking und Uli Braun verabschiedet. Nachfolger Nico Portz (bislang SV Wahlen Niederlosheim) soll den Club nun als Spielertrainer zum Ligaverbleib führen.

www.fupa.net

Mehr von Saarbrücker Zeitung