"Wir waren heute nicht gut"

Wasserburg. Die Saarlouis Royals müssen im Kampf um die deutsche Meisterschaft im Frauenbasketball über die volle Distanz gehen. Der fünffache deutsche Meister TSV Wasserburg entschied Spiel vier der Serie "best of five" vor knapp 1000 Zuschauern in der Wasserburger Badria-Halle mit 85:79 (46:45) für sich und erzwang damit ein fünftes und entscheidendes Spiel

 Nach der Niederlage in Wasserburg trotteten die Basketballerinnen des TV Saarlouis aus der Halle. Foto: Becker & Bredel

Nach der Niederlage in Wasserburg trotteten die Basketballerinnen des TV Saarlouis aus der Halle. Foto: Becker & Bredel

Wasserburg. Die Saarlouis Royals müssen im Kampf um die deutsche Meisterschaft im Frauenbasketball über die volle Distanz gehen. Der fünffache deutsche Meister TSV Wasserburg entschied Spiel vier der Serie "best of five" vor knapp 1000 Zuschauern in der Wasserburger Badria-Halle mit 85:79 (46:45) für sich und erzwang damit ein fünftes und entscheidendes Spiel. Dieses findet am kommenden Donnerstag um 20 Uhr in der Saarlouiser Stadtgartenhalle statt.

Dabei erwischten die Royals gestern im Gegensatz zum Freitagsspiel einen schwachen Start. Vor allem durch Unkonzentriertheiten in der Abwehr machten sie die Wasserburgerinnen stark und ermöglichten ihnen immer wieder zweite Wurfchancen. Dazu fiel bei den Gastgeberinnen auch noch fast jeder Ball in die Reuse (17 Treffer bei 19 Versuchen), während bei den Royals nicht einmal jeder dritte Wurf sein Ziel fand. Zudem verschenkten sie zehn Punkte an der Freiwurflinie sowie durch nicht verwandelte Korbleger. Die Folge: Nach zehn Minuten führte Wasserburg bereits mit 34:19.

Daran änderte sich im zweiten Viertel erst einmal wenig. Wasserburg traf weiter fast nach Belieben und ging nach zwei Dreiern sogar mit 44:26 in Führung. Dann endlich, nach etwa 15 Minuten Spielzeit, schienen die Royals aufzuwachen. Endlich stand die Verteidigung, Wasserburg traf nicht mehr. Und mit einer Serie von 19:2 Punkten waren die Royals zur Halbzeit schon wieder dran (46:45). Zu Beginn der zweiten Hälfte neutralisierten sich beide Teams bis zum 52:51 gegenseitig, dann zogen die Gastgeberinnen wieder auf 61:51 davon. Die Partie wurde nun hektischer, mit vielen Fouls und Härten auf beiden Seiten. Doch die Saarlouiserinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und kamen erneut zurück. Stina Barnert und Celeste Trahan-Davis verkürzten noch vor dem Schlussabschnitt auf 60:63.

Die letzten zehn Minuten waren an Dramatik kaum noch zu überbieten. Bis zum 71:70 blieben beide Teams auf Augenhöhe, dann vergaben die Royals die Entscheidung. Nach zwei Freiwürfen von Stina Barnert führte Saarlouis 77:74 und hatte danach zwei Chancen, weiter zu erhöhen. Die blieben durch Barnert und Fantasia Goodwin aber ungenutzt. Im Gegenzug trafen die Gastgeberinnen einen Dreier, gingen wieder in Führung und hielten diese bis zum Schlusspfiff.

"Wir wussten, dass wir Wasserburg aufbauen, wenn wir nicht von Beginn an bei der Sache sind", meinte Royals-Trainer René Spandauw nach dem Spiel. "Aber genau das ist leider passiert. Wir waren heute nicht gut, teilweise nicht fokussiert, dazu traf Wasserburg zeitweise unglaublich. Trotzdem hätten wir das Spiel gewinnen können, das ist das Ärgerliche." Einem Entscheidungsspiel sieht er eher gelassen entgegen: "Dann halt ein fünftes Spiel. Darauf haben die Liga und die Fans wohl gehofft. Wir hätten es aber gerne heute entschieden."

Beste Werferinnen waren Celeste Trahan-Davis mit 17 und Romy Bär mit 16 Zählern.

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