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"Wir müssen erst abwarten, wo die Reise hingeht"

"Wir müssen erst abwarten, wo die Reise hingeht"

Saarbrücken. Die Ausgangssituation ist denkbar schlecht. Seit vergangenem Sonntag befinden sich die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken auf einem Abstiegsplatz in der Bundesliga - und das zwei Spiele vor Saisonende. Durch das 4:3 beim Herforder SV konnte der USV Jena am FCS vorbeiziehen und steht jetzt einen Punkt davor - mit einem um zwölf Treffer besseren Torverhältnis

Saarbrücken. Die Ausgangssituation ist denkbar schlecht. Seit vergangenem Sonntag befinden sich die Fußballerinnen des 1. FC Saarbrücken auf einem Abstiegsplatz in der Bundesliga - und das zwei Spiele vor Saisonende. Durch das 4:3 beim Herforder SV konnte der USV Jena am FCS vorbeiziehen und steht jetzt einen Punkt davor - mit einem um zwölf Treffer besseren Torverhältnis. Somit müsste Saarbrücken von den beiden Spielen mindestens eins gewinnen, während Jena nicht mehr punkten dürfte. Der USV spielt noch gegen den Dritten FCR Duisburg und beim VfL Wolfsburg (Sechster), der FCS empfängt an diesem Sonntag den Siebten SC Bad Neuenahr (14 Uhr, Stadion am Kieselhumes) und muss nach Duisburg.

Chancen sind gesunken

"Die Chancen auf den Klassenverbleib sind nicht mehr so groß wie noch vor zwei Wochen", sagt FCS-Trainer Tobias Jungfleisch, "wir können es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Doch die Chance ist da. Wir müssen am Sonntag gewinnen". Die Vorzeichen sind jedoch nicht die besten. In der Hinrunde und im DFB-Pokal unterlag der FCS Bad Neuenahr binnen einer Woche im Oktober mit 0:6 und 0:7. Zusätzlich fehlen am Sonntag einige Stammkräfte. Torhüterin Romina Holz fällt weiterhin wegen einer Oberschenkelverletzung aus. Ebenfalls nicht dabei sind Abwehrchefin Sif Atladottir (Länderspiel mit Island), Sarah Karnbach (doppelter Muskelfaserriss), Ann-Katrin Schinkel (Knorpelschaden) und Elisabeth Scherzberg (Bänderrisse im Sprunggelenk).

Treffen nach Saisonende

FCS-Vizepräsident Harald Ebertz hofft auf einen Sieg. Er muss sich Gedanken über die Zukunft der Frauen machen. "Wir müssen erst abwarten, wo die Reise hingeht. Denn ob wir für die 1. oder die 2. Liga planen, ist ein großer Unterschied", erklärt Ebertz. Nach Saisonende will sich das Präsidium mit den sportlich Verantwortlichen, sprich den Trainern, Managerin Katja Spielmann und Mädchen-Abteilungsleiter August Leugers-Scherzberg zusammensetzen. Zu Vertragsgesprächen mit den Spielerinnen sagt er: "Es gibt schon unverbindliche Gespräche zwischen Katja Spielmann und den Spielerinnen, aber noch nichts Konkretes."

Offen ist auch die Trainerfrage. Eine Weiterbeschäftigung von Jungfleisch schließt Ebertz nicht aus: "Stand der Dinge ist, dass er wieder zur B-Jugend zurück will. Sollte er seine Meinung ändern, wäre das durchaus zu überlegen."

Frauen-Bundesliga

21. Spieltag:


 Bayern München - VfL Wolfsburg So, 14.00 Uhr
 FF USV Jena - FCR Duisburg So, 14.00 Uhr
 Hamburger SV - 1. FFC Frankfurt So, 14.00 Uhr
 Essen-Schönebeck - Herford So, 14.00 Uhr
 Leverkusen - Potsdam So, 14.00 Uhr
 Saarbrücken - Bad Neuenahr So, 14.00 Uhr


 1 . Turbine Potsdam 20 57 : 16 52
 12 . Herforder SV 20 22 : 73 5
 2 . 1. FFC Frankfurt 20 91 : 14 51
 3 . FCR 2001 Duisburg 20 54 : 17 47
 4 . Hamburger SV 20 39 : 37 35
 5 . Bayern München 20 39 : 27 32
 6 . VfL Wolfsburg 20 50 : 42 32
 7 . SC Bad Neuenahr 20 46 : 45 27
 8 . Bayer Leverkusen 20 30 : 55 21
 9 . SG Essen-Schönebeck 20 23 : 45 17
 10 . FF USV Jena 20 20 : 54 15
 11 . 1. FC Saarbrücken 20 18 : 64 14