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„Wir haben elf Endspiele, um zwei weitere zu erreichen“

Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken hat um 19 Uhr den FC Nöttingen zu Gast. Drei Punkte sind Pflicht, sollen die Aussichten für die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic auf einen der beiden Relegationsplätze nicht weiter schwinden. Patric Cordier

Panoramastadion heißt der ausgebaute Dorfsportplatz des FC Nöttingen, wo sich Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken im Hinspiel zu einem 2:1-Sieg quälte. Nach fast einer Stunde in Überzahl - der Nöttinger Mario Hohn hatte nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen - und einem halben Dutzend vergebener Torchancen standen nur die beiden Treffer von Matthew Taylor zu Buche. "Es ist gut, dass wir mit Matthew und jetzt auch wieder mit Felix Luz breiter aufgestellt sind", sagt Defensivmann Daniel Döringer zum für diese Liga hervorragend besetzten Angriff des FCS: "Wir haben gesehen, wie wichtig es sein kann, dass der eine trifft, wenn der andere es nicht tut." Luz traf beim 4:0-Sieg gegen den KSV Baunatal zwei Mal. Taylor schoss das Siegtor beim 1:0-Erfolg gegen den SVN Zweibrücken. Beide werden im Heimspiel gegen Nöttingen (19 Uhr) in der Startelf stehen.

Für ein 1:0 gibt's auch drei Punkte



Ein Sieg gegen den Tabellen-zwölften ist Pflicht, sollen die Aussichten auf einen der beiden Relegationsplätze für die Mannschaft von FCS-Trainer Fuat Kilic nicht weiter schwinden. Döringer sagt mit Blick auf die Relegation: "Natürlich wäre es gut für das Selbstvertrauen und die Tordifferenz, den Gegner klar zu bezwingen, aber für ein 1:0 gibt es auch drei Punkte. Wir haben jetzt elf Endspiele, um zwei weitere zu erreichen."

Ein Blick auf das zeitgleich stattfindende Spitzenspiel Kickers Offenbach gegen die SV Elversberg ist erlaubt. "Wenn wir unser Ding durchziehen, können wir als Gewinner dieses Wochenendes hervorgehen", erklärt Kilic, der wieder auf Kapitän Jan Fießer, der nach einem Bänderriss fehlte, zurückgreifen kann. "Nöttingen hat seine Balance gefunden und verfügt über beachtliche Qualität in der Offensive", warnt Kilic. Die Gäste haben vier Tore mehr erzielt als der FCS. Kilic sagt: "Wir müssen die letzte Reihe so früh stören, dass Nöttingen nicht zum Kontern kommt."

Die Störgeräusche im Saarbrücker Umfeld sind nach dem Rücktritt des unter Nötigungsverdachtes stehenden Vizepräsidenten Sebastian Pini leiser geworden. Der Groll mancher Anhänger auf die Clubspitze ist aber nicht kleiner. Dennoch: Teile der Fans und die Mannschaft haben sich ausgesprochen. "Ich habe klar gestellt, wie ich das gemeint habe", sagte Luz, der nach dem Heimspiel gegen Baunatal die FCS-Anhänger kritisiert hatte, weil diese der Mannschaft die Unterstützung verweigerten: "Ich wollte damit niemandem zu nah treten."