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Fußball-WM in Russland
Willkommen in Wolgograd: WM-Arena für Zweitligist

Wolgograd. Sinn und Unsinn von Stadion-Neubauten für eine Weltmeisterschaft lassen sich in Russland zum Beispiel in Wolgograd beobachten. Am Standort des alten Zentralstadions in der Nähe des Mamajew-Hügels mit seiner Gedenkstätte wurde das Rund errichtet.

45 000 Fans finden Platz in der Wolgograd-Arena, deren Fassade von einem offenen Gitterwerk durchzogen ist. Vier WM-Partien finden vor der Kulisse des Kriegsmahnmals „Mutter Heimat ruft“ statt, den Auftakt bildet die Partie Tunesien gegen England am heutigen Montagabend (20 Uhr/ARD). Im Mai wurde hier auch das Endspiel um den russischen Fußball-Pokal ausgetragen.


Nach der Endrunde sollen dann zudem „eine ganze Reihe öffentlicher Veranstaltungen stattfinden“, wie es heißt. Fußball soll künftig natürlich auch weiter gespielt werden. Rotor Wolgograd findet in der von den deutschen Architekten von Gerkan, Marg und Partner gebauten Arena seine neue Heimstätte. 1993 und 1997 wurde der Verein Vizemeister, 1995/1996 bezwang der Club in der ersten Runde des damaligen Uefa-Pokals sogar Manchester United. Soweit die Höhepunkte.

Das ist aber lange her. In der abgelaufenen Saison spielte Rotor Wolgograd, das früher als Traktor Stalingrad bekannt war, in der zweiten russischen Liga. Selbst ein 3:1 am letzten Spieltag gegen FK Chimki reichte jedoch nicht zum sportlichen Klassenverbleib, ein Punkt fehlte. Wegen Lizenzierungsproblemen der Konkurrenz wird der Verein aber für die nächste Saison weiter als Zweitligist geführt. Immerhin.