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Wiesinger soll's richten

Wiesinger soll's richten

Die SV Elversberg ist bei ihrer Trainersuche offenbar fündig geworden. Nach SZ-Informationen hat der ehemalige Profi Michael Wiesinger allerbeste Karten auf das vakante Amt beim Fußball-Regionalligisten.

Gut zehn Tage lang lief die Trainersuche bei Fußball-Regionalligist SV Elversberg auf Hochtouren. SVE-Sportdirektor Roland Seitz hatte alle Hände voll zu tun - und den Schreibtisch voller mehr oder weniger namhafter Bewerbungen. Seit gestern steht nach Informationen der Saarbrücker Zeitung fest: Nachfolger des kurz vor Saisonende geschassten Willi Kronhardt soll der ehemalige Bundesligaprofi Michael Wiesinger werden.

Bis zuletzt soll auch Reiner Maurer (unter anderem 2004 bis 2006 sowie 2010 bis 2012 bei 1860 München) im Rennen gewesen sein, doch die Vereinsführung der SVE entschied sich offenbar für den 42 Jahre alten und in Burghausen geborenen Wiesinger. Eine Bestätigung der SVE gab es gestern nicht.

Wiesinger begann seine Profikarriere 1993 als Spieler beim 1. FC Nürnberg , für den er in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga bis 1999 insgesamt 186 Spiele (25 Tore) bestritt. In zwei Saisons bei Bayern München schaffte er nie wirklich den Durchbruch und kam auf 19 Partien (ein Tor). Nach den Stationen 1860 München (2. Liga, 2001 bis 2003), Wacker Burghausen (2. Liga und Regionalliga, 2004 bis 2007) und der SpVgg Weiden (2007 bis 2008) beendete Wiesinger seine Karriere und wechselte ins Trainergeschäft.

Bei Zweitligist FC Ingolstadt war Wiesinger in der Saison 2008/2009 für die zweite Mannschaft verantwortlich, wurde aber im Frühjahr 2009 zum Cheftrainer der Ersten befördert, als Thorsten Fink entlassen wurde. Ingolstadt stieg ab, Wiesinger durfte bleiben und führte den Verein ein Jahr später über die Relegation wieder zurück in die 2. Liga. Nach nur vier Punkten aus den ersten elf Spielen der Saison 2010/2011 wurde Wiesinger im November 2010 entlassen.

Beim 1. FC Nürnberg fand Wiesinger wieder einen Job, trainierte die Profireserve und stieg am 1. Januar 2013 zum Bundesliga-Trainer auf, weil der damalige Club-Trainer Dieter Hecking überraschend zum VfL Wolfsburg wechselte. Nürnberg beendete die Saison als Zehnter. Nach nur fünf Punkten aus den ersten acht Spielen der Saison 2013/2014 musste Wiesinger in Nürnberg gehen und war seitdem ohne Trainerjob. Jetzt soll er die SVE in die 3. Liga führen - in einer bärenstarken Regionalliga.