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Wiesinger erwartet eine Reaktion der Mannschaft

Die Elversberger Thomas Birk (li.) und Jan Washausen waren nach der Niederlage gegen Mannheim ratlos. Foto: Schlichter
Die Elversberger Thomas Birk (li.) und Jan Washausen waren nach der Niederlage gegen Mannheim ratlos. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Elversberg. Der Start in die Regionalliga-Saison lief für die SV Elversberg alles andere als optimal. Besonders die 0:2-Niederlage in Mannheim drückte auf die Stimmung. Trainer Wiesinger kündigt Konsequenzen an. Heiko Lehmann

Auch zwei Tage nach der 0:2-Niederlage beim SV Waldhof Mannheim war am gestrigen Donnerstag dem Trainer der SV Elversberg , Michael Wiesinger , die Enttäuschung noch deutlich anzumerken. "Ich dachte, wir sind schon weiter. Aber das sind wir anscheinend nicht", sagt Wiesinger und erklärt. "Wir müssen wieder von vorne anfangen und das heißt, voller Einsatz und hinten muss die Null stehen. Was nützt uns all die Schönspielerei", analysiert der Elversberger Cheftrainer.



Wiesinger gab unmittelbar nach dem Spiel in Mannheim zu, dass er vielleicht ein oder zwei personelle Entscheidungen falsch getroffen habe. SVE-Kapitän Thomas Birk meint dazu: "Es ist in Ordnung, wenn der Trainer das Ganze vielleicht ein Stück weit auf seine Kappe nimmt. Aber wir haben in Mannheim in der ersten Halbzeit einfach versagt."

An diesem Samstag, 14 Uhr, empfängt die SVE Tabellenführer TSG Hoffenheim II an der Kaiserlinde. Wiesinger sagte nach der Waldhof-Niederlage auch, dass ab sofort nur nach Leistung und nicht mehr nach Namen aufgestellt wird. Namen haben in Elversberg vor allem die Neuzugänge Edmond Kapllani, Steffen Bohl und Milan Ivana. "Ich habe damit nicht nur die Drei gemeint, sondern jeden. Ich war mit keiner Leistung zufrieden", sagt Wiesinger, der Bohl in den ersten drei Spielen auf drei unterschiedlichen Positionen spielen ließ.

"Steffen hat in der 2. Bundesliga alle drei Positionen schon hervorragend gespielt. Er hat bislang die Erwartungen nicht erfüllt, ich erwarte mehr von ihm." Das gilt ebenfalls für Spielmacher Markus Obernosterer. "Auch Markus muss lernen, dass er richtig verteidigen muss, wenn es offensiv nicht läuft. Wenn es auf dem Platz schwierig ist, dann darf man nicht noch schwierige Entscheidungen treffen. Das gilt aber für alle Spieler", sagt Wiesinger, der weiterhin auf der Suche Stabilität ist.

Der Ausfall von Innenverteidiger Leandro Grech (Meniskusoperation) kommt derzeit einem Erdbeben gleich. Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht. "Wir suchen derzeit noch nach der richtigen Formation, das muss ich zugeben. Dennoch erwarte ich gegen Hoffenheim eine Reaktion", sagt der SVE-Trainer.



Eine Reaktion wird es sicherlich von Lukas Kohler auf der rechten Abwehrseite geben. Er wird für Aaron Berzel (Gelb-Rot-Sperre) spielen. Kohler ist schnell und hat mit Abstand die meisten Offensivqualitäten als Außenverteidiger. "Ich will mit Leistung überzeugen, egal wie lange ich spiele", sagt Kohler, der in den beiden vergangenen Partien nur eingewechselt wurde.