Wiesbach wacht gegen Idar-Oberstein noch rechtzeitig auf

Fußball-Oberliga : Wiesbach bleibt Fußball-Oberligist

Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach hat sich am Samstag nach einem 0:2-Rückstand zur Pause noch mit 5:2 beim Tabellenvorletzten SC Idar-Oberstein durchgesetzt. Am Mittwoch steigt um 19.30 Uhr das Saisonfinale zu Hause gegen den VfB Dillingen.

Der FC Hertha Wiesbach geht nächste Saison in seine siebte Spielzeit als Oberligist. Was sich schon seit Wochen andeutete, steht seit Samstag auch rein rechnerisch fest: Die Gelb-Schwarzen haben den Ligaverbleib sicher in der Tasche. Durch den Klassenverbleib der SG Sonnenhof Großaspach in der 3. Liga war schon eine Viertelstunde vor Anpfiff der Partie der Hertha in Idar-Oberstein klar, dass das Team von Trainer Michael Petry nicht mehr absteigen kann.

Denn durch den Großaspacher Ligaverbleib muss der FSV Mainz 05 II nicht aus der Regionalliga in die Oberliga absteigen. Dort gibt es damit statt der lange befürchteten fünf Absteiger nur vier. Diese Zahl kann sich sogar noch auf drei verringern, wenn der Vizemeister in der Aufstiegsrunde in die Regionalliga aufsteigt. Die Gewissheit „drin“ zu bleiben, verlieh der Hertha vor 140 Zuschauern im Stadion „Haag“ zunächst keine Flügel. Im Gegenteil: Nach ordentlichem Beginn schlichen sich in der letzten Viertelstunde vor der Pause eine Menge Unkonzentriertheiten ein. Diese bestraften die seit 14 Spielen sieglosen Gastgeber mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause.

In der 39. Minute legte Alex Xavier Do Nascimento nach einem Ballverlust von Oliver Hinkelmann für Florian Zimmer auf. Der hatte keine Mühe zum 1:0 für den SC einzuschieben. Nur 120 Sekunden später jubelten die Hausherren erneut. Felix Ruppenthal setzte sich energisch auf der linken Seite durch und schoss zum 2:0 ins lange Eck. „Zur Halbzeit haben wir verdient hinten gelegen. Ich habe den Jungs gesagt, dass es so nicht weitergehen kann“, berichtete Petry. „Wir sind dann auch viel besser aus der Kabine gekommen. Die Konzentration war wieder da, wir haben früher attackiert und der Ball lief richtig gut“, freute sich der 42-Jährige.

In der 58. Minute verkürzte Djbril Diallo mit seinem elften Saisontreffer auf 1:2. Der 20-Jährige, der nach der Runde zum Regionalligisten FK Pirmasens wechselt, traf nach Zuspiel von Maurice Urnau ins lange Eck. Vier Minuten zog Sturmkollege Ruddy M’Passi durch sein zwölftes Saisontor in der vereinsinternen Torjägerliste wieder an Diallo vorbei. Der Franzose warf sich mit dem Kopf in einen Schussversuch von Urnau. Dadurch bekam die Kugel eine entscheidende Richtungsänderung und ging zum 2:2 hinter die Linie.

Die Führung von M’Passi im vereinsinternen Duell um die meisten Treffer hielt aber nur fünf Minuten. Dann zog Diallo wieder gleich, als er nach einer Freistoßhereingabe von Oliver Hinkelmann und einer Kopfballverlängerung von M’Passi das 3:2 für Wiesbach erzielte. Die Partie in Idar-Oberstein war gedreht, der Torhunger der Gelb-Schwarzen aber noch nicht gestillt. In der 70. Minute traf Fabio Pelagi nach einem „Chipball“ von Jan Umauf zum 4:2 für die Hertha. Kurz vor Schluss legte Umlauf mit einem Fallrückzieher das 5:2 nach. „Am Ende war der Sieg hoch verdient“, urteilte Petry.

Nach dem eingetüteten Ligaverbleib hat der Übungsleiter mit seinem Team jetzt noch ein Ziel: Am Mittwoch um 19.30 Uhr soll im letzten Saisonspiel zu Hause gegen Tabellenschlusslicht VfB Dillingen ein weiterer Dreier her. „Dann hätten wir exakt 50 Punkte.“ Das wäre die zweitbeste Punktausbeute des Vereins in der Oberliga. Der Wiesbacher Rekordwert sind 67 Punkte in der Spielzeit 16/17. Damals wurden die Gelb-Schwarzen am Ende Dritter. Kleines Kuriosum: In der Runde davor (2015/16) reichten den Gelb-Schwarzen 47 Zähler am Saisonende für Rang fünf. Mit exakt derselben Punktausbeute steht das Team aktuell auf Platz zehn. Diesen kann die Hertha auch mit einem Sieg gegen Dillingen nicht mehr nach oben verlassen.

www.hertha-wiesbach.de

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