Wiesbach empfängt den Tabellenzweiten Kaiserslautern II

Fußball-Oberliga : Schubert schnürt wieder Schuhe

Wiesbach empfängt den Tabellenzweiten Kaiserslautern II. Mit dabei: Herthas Neuzugang Christian Schubert. Nach langer Verletzungspause sein zweiter Einsatz.

Es hat lange gedauert, am vergangenen Samstag war es aber soweit: Christian Schubert, Neuzugang des Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach, feierte beim 2:1-Auswärtssieg der Gelb-Schwarzen beim FC Karbach sein Debüt im Dress der Hertha. In der 80. Minute wurde der 22-Jährige für Lukas Paulus eingewechselt. „Das hat sich natürlich gut angefühlt, auch wenn es nur zehn Minuten waren“, freute sich Schubert.

Dass der Außenverteidiger erst Ende Oktober erstmals für seinen neuen Club auflief, lag daran, dass Schubert wegen einer Schambein-Verletzung insgesamt acht Monate außer Gefecht war. Die zog sich der aus Etschberg bei Kusel stammende Kicker noch bei seinem Ex-Club, dem FK Pirmasens, zu. „Den Start in Wiesbach habe ich mir natürlich anders vorgestellt. Wenn man zu einem neuen Verein kommt, will man nicht dreieinhalb Monate nur zugucken“, sagt Schubert, der nach Abschluss seines Studiums beim Finanzamt in Kusel arbeitet. „Ich bin zwar zu allen Spielen gekommen, deshalb war ich schon irgendwie dabei. Aber wenn man sich dann auf die Tribüne setzen muss, macht das echt keinen Spaß.“

Eigentlich wollte der 22-Jährige nämlich bei der Hertha gleich richtig durchstarten. „Ich bin hierher gewechselt, weil ich die Chance gesehen habe, Stammspieler zu werden“, verrät der Defensiv-Akteur. Das war auch einer von zwei Hauptgründen, warum Schubert sich nach sieben Jahren beim FK Pirmasens zu einem Vereinswechsel entschied. Beim FKP durfte er vergangene Saison zwar fünf Mal in der Regionalliga – und in der Spielzeit zuvor elf Mal in der Aufstiegssaison des Clubs in Oberliga ran – ansonsten kam er aber überwiegend für die Reserve der „Schuhstädter“ in der Verbandsliga zum Einsatz.

Der zweite Grund für Schuberts Wechsel nach Wiesbach: „Wenn wir mit Pirmasens hier gespielt haben, habe ich Wiesbach immer als sympathischen und familiären Verein wahrgenommen. Trotzdem war es immer schwer für uns, zu gewinnen, weil sie eine gute Mannschaft hatten.“ Auch das aktuelle Team der Hertha überzeugt den 22-Jährigen: „Da ist viel Qualität drin. Wir haben zwar eine junge Mannschaft, aber da sind ganz viele dabei, die in der Jugend Regionalliga oder Bundesliga gespielt haben.“

Das Ziel, Stammspieler in Wiesbach zu werden, hat Schubert trotz der langen Verletzungspause nicht aus den Augen verloren. „Ob mir das vor der Winterpause noch gelingt, weiß ich nicht. Das könnte eng werden. Schließlich hatte ich ja im Sommer auch keine Vorbereitung“, erklärt der Neuzugang.

Auf das bevorstehende Spiel seiner Mannschaft an diesem Samstag um 14.30 Uhr gegen den 1. FC Kaiserslautern II freut sich Schubert übrigens besonders. „Der FCK ist bei uns in der Umgebung der größte Verein. Gegen den will man natürlich immer gewinnen“, erklärt Wiesbachs Neuzugang. „Hinzu kommt noch, dass mein Opa großer Lautern-Fan ist“, ergänzt der Verteidiger lachend. Obwohl die Reserve des Drittligisten (Tabellenzweiter) als Favorit in die Partie geht, hofft Schubert auf Zählbares: „Wir brauchen noch ein paar Punkte, um beruhigt in die Winterpause zu gehen“, weiß der 22-Jährige. Denn trotz aufsteigender Tendenz in den letzten Wochen hat Wiesbach als Tabellenzwölfter noch kein großes Polster auf die Abstiegsränge. Bei Wiesbachs übernächstem Gegner, dem BFV Hassia Bingen (auswärts am 9. November), gab es übrigens Anfang dieser Woche einen Trainerwechsel. Der bisherige Übungsleiter des Tabellenschlusslichts, Dimitri Mayer, trat zurück. Bis zur Winterpause übernimmt nun Thomas Eberhardt, der Teammanager des Clubs, auch den Trainerposten.

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