Wiedersehen mit dem Erzrivalen

Saarlouis. Die Saarlouis Royals sind drauf und dran, die unumstrittene Hochburg im deutschen Frauenbasketball zu werden. Durch ein 82:68 im zweiten Halbfinalspiel beim BC Marburg am Freitagabend ist der Bundesligist in die Finalserie um die deutsche Meisterschaft eingezogen - und trifft dort auf Erzrivale TSV Wasserburg, der sich gegen den USC Freiburg durchsetzte

Saarlouis. Die Saarlouis Royals sind drauf und dran, die unumstrittene Hochburg im deutschen Frauenbasketball zu werden. Durch ein 82:68 im zweiten Halbfinalspiel beim BC Marburg am Freitagabend ist der Bundesligist in die Finalserie um die deutsche Meisterschaft eingezogen - und trifft dort auf Erzrivale TSV Wasserburg, der sich gegen den USC Freiburg durchsetzte. Im März hatte die Mannschaft von Trainer René Spandauw den DBBL-Pokal in der Stadtgartenhalle gewonnen - durch ein 78:67 im Finale gegen Wasserburg. Zudem waren die Royals die einzige deutsche Mannschaft im Euro-Cup. Sieben Spiele wurden in Saarlouis ausgetragen. Die Royals kamen bis ins Halbfinale.Das Spiel gegen den BC Marburg verlief am späten Freitagabend wie so viele Spiele in dieser Saison: Die Royals ließen den Gegner bis zur Halbzeit mitspielen und nahmen ihn anschließend spielerisch und konditionell auseinander. Das sah auch Kapitän Romy Bär so: "Das war ein typisches Spiel für uns. Aber Marburg ist trotzdem immer ein unangenehmer Gegner." Ihr Trainer René Spandauw hatte noch vor den Halbfinalspielen gewarnt: "Das werden zwei sehr schwere Spiele." Nach den am Ende deutlichen Siegen fand er trotzdem Grund zur Kritik. Wie schon im ersten Spiel in Saarlouis "haben wir in der ersten Halbzeit fast überhaupt keine Rebounds geholt". Marburg wehrte sich nach Kräften gegen das drohende Playoff-Aus. Als die Royals nach einem Zwischenspurt im dritten Viertel schon mit neun Punkten vorne lagen, verkürzten die Gastgeber den Rückstand wieder auf einen Zähler. Danach brachte der Gast aus dem Saarland den Finaleinzug durch eine gute Verteidigung und durch Punkte nach Fastbreaks und Freiwürfen sicher unter Dach und Fach.Im Finale wartet nun mit dem TSV Wasserburg die Mannschaft, die den Royals national noch am ehesten Paroli bieten kann. Das letzte Aufeinandertreffen im Pokalfinale konnte Saarlouis zwar für sich entscheiden. Wasserburg ist jedoch die einzige Mannschaft, die Saarlouis in der Bundesliga-Hauptrunde sowohl im Hinspiel, als auch im Rückspiel schlagen konnte (77:66 in Saarlouis und 76:69 in Wasserburg). "Ich denke, dass Wasserburg eine höhere individuelle Qualität besitzt als wir. Trotzdem sehe ich die Chancen bei etwa 50:50", sagte Spandauw. Spiel eins ist am Freitag um 20 Uhr in Saarlouis.