Wiedereinführung der 2. Bundesliga ist beschlossen

Ringen : Ringer beschließen Wiedereinführung der 2. Bundesliga

Die Reform greift zur Saison 2020/2021. Für den AC Heusweiler, den ASV Hüttigweiler und den KV Riegelsberg geht es dann vermutlich wieder runter.

Sie haben Weichen gestellt. Die Vereinsvertreter aus der Ringer-Bundesliga haben sich am Sonntag in Würzburg getroffen und über die Zukunft des Mannschaftsringens in Deutschland abgestimmt. Ein Ergebnis: Die 2. Liga kommt wieder zurück.

„Ab der Saison 2020/2021 wird es eine 1. und eine 2. Liga geben“, erklärt Ralf Diener, der für die Bundesliga zuständige Vize-Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB): „Sie werden jeweils zweigleisig nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellt und sollen aus sieben beziehungsweise acht Mannschaften bestehen.“

Der KSV Köllerbach hat diese Entscheidung mit vorbereitet, will auch künftig in der höchsten Liga an den Start gehen, um wieder mehr Kämpfe auf Augenhöhe zu bestreiten. Die anderen saarländischen Bundesligisten ASV Hüttigweiler, AC Heusweiler und KV Riegelsberg genießen einerseits das gewachsene Interesse, seit sie nach der Abschaffung der 2. Liga in der höchsten Klasse mitmischen, wollen oder können aber finanziell nicht mit den Spitzenvereinen mithalten. Die Zuschauermagneten sind ohnehin die Derbys, und die blieben mit Ausnahme von Köllerbach auch in einer 2. Liga erhalten – wenn denn alle drei dort starten. Diese Entscheidung wird in den Clubs sicher noch für einige Diskussionen sorgen.

Ein Antrag des KV Riegelsberg, die zulässige Mannschafts-Punktzahl während der Runde auf 24 abzusenken, wurde dagegen vertagt. Jedem Sportler werden je nach Herkunft und bisherigen Erfolgen gewisse Punktzahlen zugeordnet, deren Addition bei den zehn aufgestellten Mannschafts-Mitgliedern bislang 28 nicht überschreiten darf. „Das würde die Einsatzmöglichkeiten für unsere Nachwuchsathleten deutlich erhöhen, denn sie werden ja mit minus zwei Punkten eingerechnet“, begründet Edgar Paulus, der sportliche Leiter des KVR: „Und wir bekämen damit mehr Chancengleichheit zwischen finanzstarken und schwächeren Vereinen.“ Am Samstag hatte Riegelsberg (sieben Mannschaftspunkte) gegen den TuS Adelhausen (27) deutlich mit 6:31 verloren.

Die Vereinsverantwortlichen machten in Würzburg auch einen großen Schritt auf die „Abtrünningen“ zu. Die Vereine, die sich vor knapp zwei Jahren zu einer eigenen, international nicht anerkannten Profi-Liga zusammengeschlossen haben, dürfen in die Bundesliga zurückkehren. Der SV Germania Weingarten soll bereits Gespräche über eine Wiedereingliederung geführt haben. Zur DRL gehören auch der KSV Ispringen, der ASV Nendingen und der KAV Mansfelder Land Eisleben. „Wenn die Vereine die Regularien des DRB anerkennen, können sie wieder mitmachen“, sagte Diener: „Das haben die Bundesliga-Vereine bei nur einer Gegenstimme so beschlossen.“ Weichen können also nicht nur trennen, sie fügen auch zusammen – sofern die Beteiligten das auch wollen.

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