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Wichtige, richtige Diskussionen

Wichtige, richtige Diskussionen

Pyrotechnik, Gewalt, Ultras, Hooligans, Sicherheitspapier, 12:12 - Ende 2012 kochte die Diskussion über Sicherheit im Fußball über. Garniert mit Populismus, Wahlkampf und Missverständnissen, bestimmte dieses Thema nicht nur die Medien, auch die Diskussionen in Vereinen, Fankurven und Verbänden wucherten, bis es zur Verabschiedung eines Sicherheitspapieres kam

Pyrotechnik, Gewalt, Ultras, Hooligans, Sicherheitspapier, 12:12 - Ende 2012 kochte die Diskussion über Sicherheit im Fußball über. Garniert mit Populismus, Wahlkampf und Missverständnissen, bestimmte dieses Thema nicht nur die Medien, auch die Diskussionen in Vereinen, Fankurven und Verbänden wucherten, bis es zur Verabschiedung eines Sicherheitspapieres kam. Ein Papier, das viele für unnötig erachteten, da es nur Allgemeinplätze enthält. Ein Papier, das andere für nicht respektabel hielten, da viele Fans bei der Diskussion außen vor waren.

Die Diskussionen gehen weiter - auch rund um die Ausstellung mit dem Namen "Tatort Stadion 2", die zwei Wochen im Saarbrücker Rathaus zu sehen war. In Saarbrücken nahm sich das Awo-Fanprojekt der Vermarktung der Veranstaltung an. Es habe sich zwar vieles positiv entwickelt, dennoch - so versichern nicht nur die Macher - werden nach wie vor allwöchentlich Ausländer beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Auch Frauen haben es im Fußball weiterhin schwer.

Das Fanprojekt lud in den zwei Wochen zum Beispiel Taz-Redakteur Andreas Rüttenauer ein, der über Homophobie referierte, und bot Schulklassen Kinoseminare an. Und da war noch die Abschlussveranstaltung, in der die Macher mit Fans, Polizei, Innenministerium, Medienvertretern und Verband die Rolle der Medien im Problembereich Gewalt und Diskriminierung beleuchteten.

Die zwei Wochen waren ein wichtiger Hinweis darauf, dass das Verstehen des anderen und das klare Positionieren gegen Gewalt, Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit im Fußball auf den Weg gebracht sind. Dass der Fußball ihn nicht allein gehen kann, haben die zwei Wochen ebenso deutlich gemacht.