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Werder ließ gegen St. Etienne viele Chancen ungenutzt

Werder ließ gegen St. Etienne viele Chancen ungenutzt

Bremen. Trotz bester Chancen fährt Werder Bremen nur mit einem dünnen Polster zum Uefa-Pokal-Rückspiel nach St. Etienne. Der Bundesliga-Zehnte musste sich im Achtelfinal-Hinspiel gestern Abend mit einem glücklichen 1:0 (1:0) begnügen und scheiterte dabei wieder einmal an seiner erschreckenden Chancenverwertung. Nach dem Treffer von Naldo in der 20

Bremen. Trotz bester Chancen fährt Werder Bremen nur mit einem dünnen Polster zum Uefa-Pokal-Rückspiel nach St. Etienne. Der Bundesliga-Zehnte musste sich im Achtelfinal-Hinspiel gestern Abend mit einem glücklichen 1:0 (1:0) begnügen und scheiterte dabei wieder einmal an seiner erschreckenden Chancenverwertung. Nach dem Treffer von Naldo in der 20. Minute vergaben die Bremer reihenweise beste Möglichkeiten gegen den 17. der französischen Fußball-Liga. In der zweiten Halbzeit konnten sich die Hanseaten vor 30 116 Zuschauern im Weserstadion bei ihrem Torhüter Tim Wiese bedanken, dass sie nächsten Donnerstag mit einem Vorsprung nach Frankreich reisen können. Beide Teams spielten mit Trauerflor in Gedenken an die Toten des Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen. Die Partie begann nach einer Schweigeminute.

"Ich bin unzufrieden. Wir haben St. Etienne wieder ins Spiel kommen lassen", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Jetzt wird es im Rückspiel spannend." Von einem "Hexenkessel" sprach Geschäftsführer Klaus Allofs: "Heute hätte wir St. Etienne mit einer klareren Niederlage nach Hause schicken müssen."

Bei Werder fehlte neben Mesut Özil auch Per Mertesacker wegen einer Grippe. Kapitän Frank Baumann kam für den Nationalspieler ins Team, fehlt nach seiner Gelben Karte in der 68. Minute aber im Rückspiel. Der in der Bundesliga gesperrte Naldo durfte im Europapokal mitwirken. Und machte diesmal positiv von sich reden. Als sich die Franzosen im Strafraum um seinen Landsmann Diego kümmerten, nutzte der Brasilianer die Chance und zirkelte den Ball unbedrängt ins Tor. Pechvogel Daniel Jenssen hatte da mit blutender Nase nach einem Ellenbogen-Check (13.) schon Aaron Hunt Platz gemacht.

Angetrieben vom quirligen Diego bestimmte Werder zunächst wie zu besten Zeiten Spiel und Tempo - nur die Tore fehlten. Vor allem Almeida hatte das Glück nicht gepachtet, und auch Frings klebte bei einem Schuss aus halbrechter Position Pech am Stiefel. Mustapha Bayal Sall klärte auf der Linie und Keeper Jeremie Janot konnte Diegos Nachschuss über die Latte lenken.

Nach der Pause zeigte Saint Etienne den sichtbaren Willen, mehr für die Offensive zu tun. Doch die Werder-Abwehr stand und Wiese hielt fehlerlos. dpa

Uefa-Cup

Achtelfinale, Hinspiele:

Dynamo Kiew - Metalist Charkow 1:0

ZSKA Moskau - Schachtjor Donezk 1:0

Hamburger SV - Galatasaray Istanbul 1:1

Paris St. Germain - SC Braga 0:0

Werder Bremen - AS St. Etienne 1:0

Udinese Calcio - Zenit St. Petersburg 2:0

Olymp. Marseille - Ajax Amsterdam 2:1

Manchester City - Aalborg BK 2:0