| 21:13 Uhr

Hanseaten leben noch
Werder frustriert über Videobeweis, HSV punktet

Bremen. (sid) Videobeweis-Frust einmal anders: Anlass für Werder Bremens Ärger nach dem unbefriedigenden 0:0 gegen Hertha BSC war zwar das nach Studium der TV-Bilder aberkannte Führungstor von Maximilian Eggestein (10.). Der wahre Grund für den Unmut war jedoch der Verzicht auf den Videobeweis Stunden zuvor beim 1:1-Ausgleich des Abstiegsrivalen Hamburger SV bei RB Leipzig – bei einem Abseits­tor. „Das ist ein Witz“, schimpfte Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic über die offenkundige Ungleichbehandlung, „in einer Partie wird das angewandt, in einer anderen nicht.“

Der neue HSV-Trainer Bernd Hollerbach hatte etwas überraschend Christian Mathenia wieder zur Nummer eins gemacht und Julian Pollersbeck auf die Bank gesetzt. „Das ist jetzt fest“, betonte Hollerbach. Auch sonst stellte er die halbe Mannschaft um. Trotz des 1:1 durch Filip Kostic (29.) mahnte der Trainer, das sei noch „kein Grund, um jetzt Juhu zu schreien.“