"Wenn wir so wie heute spielen, hält uns nichts auf"

Kaiserslautern. 23 Spiele sind in der 2. Fußball-Bundesliga absolviert, elf sind noch zu spielen. Es kann also noch viel passieren bis zum Saisonende am neunten Mai. Doch für die Fans von Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern ist die Sache seit Montag klar

 Habt Ihr das gesehen: FCK-Stürmer Srdan Lakic schaut nach seinem Tor zum 3:0 direkt in die Fernsehkamera. Foto: dpa

Habt Ihr das gesehen: FCK-Stürmer Srdan Lakic schaut nach seinem Tor zum 3:0 direkt in die Fernsehkamera. Foto: dpa

Kaiserslautern. 23 Spiele sind in der 2. Fußball-Bundesliga absolviert, elf sind noch zu spielen. Es kann also noch viel passieren bis zum Saisonende am neunten Mai. Doch für die Fans von Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern ist die Sache seit Montag klar. "Nie mehr Zweite Liga", skandierten über 40 000 Anhänger der Pfälzer im Lauterer Fritz-Walter-Stadion, nachdem der Ligaprimus gerade seinen ärgsten Verfolger FC St. Pauli mit 3:0 aus dem Stadionoval gefegt hatte. Minutenlang ließen sich die Roten Teufel für ihre überzeugende Leistung feiern. "Ein Kompliment an die Truppe. Das war ein toller Abend für die ganze Region", gab FCK-Trainer Marco Kurz mit gewohnt emotionsloser Miene zu Protokoll.

50 Punkte hat der FCK mittlerweile eingesammelt, vier mehr als St. Pauli. Zum Religationsplatz, zum FC Augsburg, sind es ganze sechs Punkte Abstand. Doch Fragen, ob der Sieg gegen Pauli schon die "halbe Miete" zum Aufstieg war, blockt Kurz weiterhin trocken ab. "Ich kann jetzt noch kein Ende absehen", sagt der 40-Jährige und bleibt bei seiner Linie "nur von Spiel zu Spiel" zu denken.

Aus einem starken Lauterer Kollektiv mit seiner erneut erdbebensicheren Abwehr ragte einmal mehr der seit Wochen in Topform spielende Sidney Sam heraus. Auf der linken Seite abgesichert vom aufmerksamen Alexander Bugera stellte der technisch starke und pfeilschnelle Dribbler seine Gegenspieler ein ums andere Mal vor unlösbare Aufgaben und erzielte das 1:0 gleich selbst. Für einen kecken Spruch ist der vom HSV ausgeliehene Wirbelwind auch immer gut. "Ich freue mich, dass wir gewonnen haben. Erst recht gegen St. Pauli, die immer so eine große Klappe haben", grinst der 22-Jährige und schiebt selbstbewusst nach, "wenn wir so wie heute spielen, hält uns nichts auf". Erst recht nicht, wenn Marco Kurz mit seinen Einwechslungen weiterhin so ins Schwarze trifft. Mit Markus Steinhöfer, der mit der ersten Ballberührung des Spiels zum 2:0 traf und Srdjan Lakic (3:0, 90. Minute) stachen zum wiederholten Male die Joker des Trainers. "Als ich das letzte Mal rein kam, habe ich ein Tor vorbereitet, heute eins gemacht. Das ist ein glückliches Händchen vom Trainer", freute sich Steinhöfer.

Am Sonntag steht die nächste Aufgabe an. Dann muss der FCK zum Derby nach Karlsruhe. rti