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"Wenn wir diese Spiele gewinnen, gibt es keine Probleme"

"Wenn wir diese Spiele gewinnen, gibt es keine Probleme"

Saarbrücken. Es geht in die entscheidende Phase für die Tischtennis-Frauen des ATSV Saarbrücken. An den kommenden beiden Wochenenden finden jeweils Doppelspieltage der zweiten Bundesliga statt. Spiele, die für die Saarländerinnen wohl über Klassenverbleib oder Abstieg entscheiden. Der derzeitige siebte Platz reicht für den Klassenverbleib, da nur der neunte und zehnte der Liga absteigen

Saarbrücken. Es geht in die entscheidende Phase für die Tischtennis-Frauen des ATSV Saarbrücken. An den kommenden beiden Wochenenden finden jeweils Doppelspieltage der zweiten Bundesliga statt. Spiele, die für die Saarländerinnen wohl über Klassenverbleib oder Abstieg entscheiden.

Der derzeitige siebte Platz reicht für den Klassenverbleib, da nur der neunte und zehnte der Liga absteigen. Zwar hat das ATSV-Team in der Rückrunde noch kein Spiel gewonnen, musste sich aber bisher mit den Top-Teams der Liga messen. Somit folgen die vermeintlich leichteren Spiele am Ende der Saison. Aber nicht nur Abteilungsleiter Wolfgang Scholer weiß, dass der Abstiegskampf heikel ist: "Wenn wir diese Spiele gewinnen, gibt es keine Probleme. Es kann aber immer passieren, dass auch die oberen Teams nicht mit kompletter Formation antreten und gegen abstiegsgefährdete Teams Punkte lassen. Somit können wir uns nur auf uns selbst verlassen". Das muss der ATSV zunächst einmal beim Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Homberger Tschft. 1862 (Samstag, 16 Uhr, ATSV-Halle). In diesem Spiel ist der ATSV klarer Außenseiter. Ernst wird es beim Auswärtsspiel beim Tabellen-Achten DJK Offenburg am Sonntag, 14.30 Uhr, und am darauffolgenden Wochenende beim Schlusslicht SV Darmstadt und gegen den Neunten SV Neckarsulm. Dort müssen Siege her, damit der ATSV ein weiteres Jahr in Liga zwei mitspielen darf.

Die Zeiten beim ATSV warenauch schon mal erfolgreicher. 1980 gelang den Herren der Aufstieg in die erste Bundesliga. In den folgenden Jahren feierte der ATSV große Erfolge. Die Damen wurden 1985 deutscher Meister und Pokalsieger, die Herren mit Wolfgang Scholer feierten sogar vier deutsche Meistertitel, drei Pokalerfolge und 1986 sogar den Europapokaltitel. Der Star des Vereins war der damals wohl beste Spieler der Welt: Jan-Ove Waldner, heute gerne lebende Legende des Tischtennis-Sports genannt.

So weit ist der ATSV, die heutige Damenmannschaft noch nicht. Abstiegskampf, statt Europapokal. Scholer ist optimistisch: "Die junge Mannschaft ist erfahrener als vergangene Saison und mit Mariana Stoian haben wir seit dieser Saison eine Top-Spielerin in unseren Reihen." Die bisherige Saisonbilanz der Rumänin: 19 Siege, vier Niederlagen - eine der besten Bilanzen der Liga. Auch die Jugendnationalspielerinnen Ann-Kathrin Herges und Theresa Adams konnten kürzlich ihre gute Form beweisen. Bei den Junior-Czech-Open in Hluk brachten die beiden 17-Jährigen fünf Medaillen mit nach Hause, zweimal Silber mit der Mannschaft, Gold und Silber im Doppel und Einzelsilber für Ann-Kathrin Herges. Junge Spielerinnen, die die Zukunft des Vereins sind. Im Falle des Klassenverbleibes plant Wolfgang Scholer daher, mit derselben Mannschaft in die nächste Saison zu starten. Lediglich eine fünfte Spielerin soll noch verpflichtet werden, die sich laut Scholer als Alternative für das hintere Paarkreuz eignet. Neben Ann-Kathrin Herges, Theresa Adams und Claudia Walerowicz wird wohl auch Mariana Stoian weiter beim ATSV spielen. Die 28-Jährige habe schon eine mündliche Zusage gegeben. jan