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Wenn Herz und Hirn Ja sagen

Frankfurt. Joachim Löw macht weiter bis 2018. Der Vertrag des Bundestrainers wurde vorzeitig verlängert. Auch die Co-Trainer Andreas Köpke und Thomas Schneider bleiben bis zur WM in Russland dabei. Manager Oliver Bierhoff verlängerte bis 2020. Er übernimmt eine Doppelfunktion. dpa-MitarbeiterJens Mende

Die Ära Joachim Löw in der deutschen Nationalmannschaft soll mindestens bis 2018 andauern. "Herz und Hirn haben gleichermaßen Ja gesagt", erklärte der Bundestrainer am Freitag in Frankfurt , wo er seinen neuen Vertrag unterschrieb. "Ich freue mich sehr, dass wir den Vertrag bis zur WM 2018 verlängert haben", sagte Löw, der damit bei der Weltmeisterschaft in Russland die Mission Titelverteidigung angehen wird. Mit dem neuen Vertrag - der bisherige wäre 2016 ausgelaufen - hat Löw zum fünften Mal als Cheftrainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) verlängert. Er ist seit 2006 Bundestrainer , zuvor war er zwei Jahre Assistent von Jürgen Klinsmann .

Im Sommer 2014 führte Löw die DFB-Mannschaft in Brasilien zum vierten WM-Titel. "Wir haben viele junge Spieler, die nachkommen. Deshalb ist es ein unglaublicher Reiz, diese Herausforderung anzunehmen", sagte der Freiburger. "Mit seiner Kompetenz, seiner Zielstrebigkeit und seinem souveränen Auftreten tut er der Nationalmannschaft und dem gesamten DFB unheimlich gut", erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach . Löw sagte, die gleichzeitige Verlängerung der Verträge mit seinen Co-Trainern Andreas Köpke und Thomas Schneider sowie mit Manager Oliver Bierhoff sei eine "wichtige Voraussetzung" für ihn gewesen, bis 2018 zu unterschreiben. "Wir sind im Sommer Weltmeister geworden. Wir haben lange auf diesen Titel hingearbeitet und in der Nacht von Rio gespürt, wie sich das anfühlt. Wir alle wollen dieses Gefühl noch einmal spüren", erklärte der Bundestrainer und fügte an: "So ganz allmählich spüre ich, dass der Job mir Spaß macht."

Bierhoff wird zusätzlich die Projektleitung für den Aufbau der neuen DFB-Akademie übernehmen. In dieser neuen Rolle soll er zunächst bis zum Jahr 2020 tätig sein. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock bezeichnete Bierhoff als "Vater des Projekts". Er selbst sagte: "Für dieses Jahrhundertprojekt brauchen wir die Ressourcen des gesamten DFB."

Das 89 Millionen Euro teure Leistungszentrum soll auf dem Gelände der Galopprennbahn in Frankfurt entstehen. Der DFB und die Stadt hatten den Weg für den Bau im November 2014 frei gemacht. Der Verband hatte damals das von der Stadt angebotene Gelände erworben. 2016 soll der Bau beginnen, Ende 2018 der Umzug erfolgen. Die Initiative "Pro Rennbahn" will dies verhindern. Sie hat einen Bürgerentscheid erzwungen, der im Juni stattfindet.