Wenn die Abwehr steht

Frankfurt. Nur 24 Gegentore - so wenig Gegentore hat Handball-Zweitligist HG Saarlouis in dieser Saison noch in keinem Spiel kassiert. Die oft gescholtene Abwehr ließ bisher immer mehr Treffer zu. Bis zum vergangenen Samstag, denn am zehnten Spieltag der 2. Bundesliga Süd änderte sich dies

Frankfurt. Nur 24 Gegentore - so wenig Gegentore hat Handball-Zweitligist HG Saarlouis in dieser Saison noch in keinem Spiel kassiert. Die oft gescholtene Abwehr ließ bisher immer mehr Treffer zu. Bis zum vergangenen Samstag, denn am zehnten Spieltag der 2. Bundesliga Süd änderte sich dies. Mit 34:24 (19:12) besiegte das Team von Trainer Andre Gulbicki den direkten Konkurrenten um die Zweitliga-Qualiplätze für die kommende Saison, die HSG Frankfurt Rhein/Main.

Der deutliche 40:31-Sieg gegen den Tabellenvorletzten TV Groß-Umstadt hatte vor einer Woche die vierte englische Woche der Saison für die HG eingeläutet. Mit dem Ausscheiden aus dem DHB-Pokal (25:30 gegen Ost-Drittligist HSG Gensungen-Felsberg) drei Tage später erhielt die aufkeimende Euphorie dann einen kleinen Dämpfer. Doch die Rückkehr des im Pokal aufgrund einer Verletzung geschonten Kapitäns Danijel Grgic (fünf Tore) und die Tore von Kreisläufer Ingars Dude (acht), Daniel Fontaine (sieben), Christoph Wischniewski (sechs), Andre Lohrbach (fünf) und Aleksander Kokoszka (drei) ebneten den Weg für den deutlichen Zehn-Tore-Vorsprung am Ende.

Bereits nach knapp fünf Minuten führte der Gast aus dem Saarland mit 4:1 und zeigte seinen etwa 100 mitgereisten Fans, dass er unbedingt mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten will. Der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut und betrug zur Halbzeit sieben Tore. Mit einer 8:3-Serie nach Wiederanpfiff war der größte Abstand des Spiels hergestellt und der HG ihr zweiter Bundesliga-Sieg in Folge nicht mehr zu nehmen.

"Vor allem die Art und Weise dieses Sieges stimmt mich zuversichtlich", freute sich der Vorstandsvorsitzende Richard Jungmann über den Erfolg in Hessen. "Die ganze Mannschaft hat sehr konzentriert agiert und das Spiel im Gegensatz zu so manchen Spielen vorher ohne Schwächephase durchgezogen." Dass dem gewohnt starken Angriffsspiel der HG auch eine beeindruckende Leistung in der Deckung gelang, war neben dem fliegenden Wechsel zwischen dem offensiv eingesetzten Jakub Balaz und Aleks Kokoszka auch dem überragenden Torhüter Jan Peveling zu verdanken. Er hielt neben zwei Siebenmetern (14., 51.) zahlreiche weitere Würfe.