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Wenig Schnee und viele Doping-Gerüchte

Wenig Schnee und viele Doping-Gerüchte

Pyeongchang. Einen Tag vor Beginn der Weltmeisterschaft in Südkorea droht dem Biathlon-Sport der nächste handfeste Doping-Skandal. Der Weltverband IBU will heute die Ergebnisse der B-Proben von drei doping-verdächtigen Athleten präsentieren. Sind auch die zweiten Analysen positiv, würden die Skijäger von der WM in Pyeongchang ausgeschlossen und für zwei Jahre gesperrt werden

Pyeongchang. Einen Tag vor Beginn der Weltmeisterschaft in Südkorea droht dem Biathlon-Sport der nächste handfeste Doping-Skandal. Der Weltverband IBU will heute die Ergebnisse der B-Proben von drei doping-verdächtigen Athleten präsentieren. Sind auch die zweiten Analysen positiv, würden die Skijäger von der WM in Pyeongchang ausgeschlossen und für zwei Jahre gesperrt werden.

Die IBU hat für heute eine Pressekonferenz anberaumt, bisher aber noch keine Namen genannt. Der russische Sportminister bestätigte indes, dass es sich um Biathleten seines Landes handelt. Daraufhin brachten russische Medien die Namen der Weltmeister Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dmitri Jaroschenko ins Spiel. Gestern berichtete das Internetportal "allsport.ru" zudem unter Berufung auf das Anti-Doping-Labor in Lausanne, auch die angesprochenen B-Proben seien positiv gewesen. Bei der Analyse sei eine russische Variante des Blutdoping-Mittels Epo gefunden worden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass es positive A-Proben am Rande des Weltcups Anfang Dezember in Östersund gegeben hat. Der russische Sportminister hatte erklärt, dass Biathleten seines Landes betroffen wären. Bereits da brachten Medien die Namen Achatowa, Jurjewa und Jaroschenko ins Spiel. Das Trio gehört zwar noch zum russischen WM-Aufgebot, trainierte aber in den vergangenen beiden Tagen nicht.

Die IBU hielt entsprechend ihrer Regeln die Namen zurück. Generalsekretärin Nicole Resch durfte nur bestätigen, dass es sich "um mehrere positive A-Proben" handelt. "Wir hoffen, dass am Freitag die Analyse der B-Proben vorliegt. Bestätigen sie das Ergebnis der A-Probe, würde die bisherige provisorische Sperre der betroffenen Sportler fortgeschrieben", erklärte sie. Ein von der IBU unabhängiges Juristen-Gremium würde dann die Sanktionen gegen die Sportler festlegen.

Unterdessen erwarten die Organisatoren nach dem für heute angesagten Dauerregen komplizierte Bedingungen für das erste Wettkampf-Wochenende mit den Sprints an diesem Samstag und den Verfolgungsrennen an diesem Sonntag der Damen (jeweils 8.45 Uhr) und Herren (11.15 Uhr). Im WM-Stadion gibt es keinen Schnee. Nur die Loipen sind mit einer zwischen 15 und 30 Zentimeter dicken Kunstschnee-Auflage belegt. Für kommende Woche sind wieder Minustemperaturen angesagt, so dass die nur noch geringen Schneereserven im "Alpensia Biathlon Center" aufgefüllt werden können.

"Durch die Bedingungen sind die von Haus aus schon schweren Strecken noch komplizierter zu laufen", sagte der deutsche Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. "Wenn die Wettervorhersagen eintreffen - und das haben sie hier bisher immer -, sollte man sich in einer hinteren Startgruppe auslosen lassen. Das Privileg der Startgruppen-Wahl haben von uns Magdalena Neuner, Andrea Henkel und Kati Wilhelm auf Grund ihrer guten Weltcup-Platzierungen", meinte Müssiggang, der davon ausgeht, dass die Temperaturen im Laufe des Rennens sinken und die Loipe fester wird: "Wer sich am besten darauf einstellt, wird im Vorteil sein." Männer-Chef Frank Ullrich kritisierte: "Ich hätte erwartet, dass es mehr Schneereserven gibt." "Ich hätte erwartet,

dass es mehr Schneereserven gibt."

Frank Ullrich, Trainer der deutschen Herren