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Ski alpin: Weltverband reagiert auf Unfall von Poisson

Ski alpin : Weltverband reagiert auf Unfall von Poisson

Besondere Sicherheitsvorkehrungen bei Abfahrt in Lake Louise nach tödlichem Unfall des Franzosen.

Nach dem tödlichen Unfall des französischen Skirennfahrers David Poisson steht der Weltcup in Lake Louise in dieser Woche im Zeichen der Trauer und wird unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen ausgetragen. Der Internationale Skiverband (Fis) reagierte auf den Schock mit einer entschärften Abfahrt.

„Normalerweise versuchen wir eine Abfahrt eher knackiger zu machen“, sagt Renndirektor Markus Waldner. „Nun haben wir es etwas ruhiger gestaltet, um die Aufgabe nicht zu schwierig zu machen.“ Alle Teilnehmer sollten gesund ins Ziel kommen. „Es ist gerade ein ganz, ganz schwieriger Moment für alle.“

David Poisson, Dritter der WM 2013, war beim Training im kanadischen Nakiska ums Leben gekommen. Das Unglück geschah an einer Stelle, die zu den nicht als riskant eingestuften Passagen gehört. Poisson verlor aus noch ungeklärter Ursache einen Ski, rutschte unter dem Sicherheitsnetz, einem sogenannten B-Netz hindurch, und prallte gegen einen Baum.

In Lake Louise soll das sogenannte Einfahren auf der Rennpiste stattfinden, weil dort höchster Sicherheitsstandard herrscht. Maßnahmen wie diese würden sich durch den Olympia-Winter ziehen, sagt Waldner. „Es ist klar, dass es eine Zeit vor und eine Zeit nach dem Poisson-Unfall gibt.“

Am Samstag werden Fahrer mit Trauerflor starten. Die FIS hat für die Abfahrt spezielle Startnummern mit Poissons Namen drucken lassen. Viele Teams wollen mit französischen Flaggenstickern am Helm antreten. Im Ziel sollen zwei Banner an Poisson erinnern.

Bei einem Weltcup-Rennen hat es seit 1994, seit dem Unfall von Ulrike Maier (Österreich) auf der „Kandahar“ in Garmisch, keinen Todesfall mehr gegeben. Abfahrtsstrecken sind mittlerweile ein Hochsicherheitstrakt, flankiert von Schutzeinrichtungen, die von zum Teil gewaltigen sogenannten A-Netzen geprägt werden.