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Weltklasse ist in Forbach zu Gast

Weltklasse ist in Forbach zu Gast

Im Olympia-Jahr wartet das Leichtathletik-Meeting in Forbach an diesem Sonntag mit einer Top-Besetzung auf. Das Zugpferd der Veranstaltung ist die polnische Hammerwurf-Weltmeisterin Anita Wlodarczyk.

13 Tage nach dem Pfingstsportfest in Rehlingen lockt ein zweites Leichtathletik-Meeting in der Region im Olympia-Jahr mit einer Reihe von Stars. Beim "26. Memorial Michel Decker" im Stade du Schlossberg in Forbach ist an diesem Sonntag ab 13.30 Uhr nicht weniger Weltklasse zu sehen als in Rehlingen. An der Spitze des Teilnehmerfeldes steht Anita Wlodarczyk, die Weltmeisterin, Europameisterin und mit 81,08 Metern auch Weltrekordhalterin im Hammerwurf. Die Polin misst sich in Forbach unter anderem mit der deutschen Top-Athletin Kathrin Klaas , die unter der Woche bei einem Meeting in Dakar im Senegal mit 70,20 Metern Platz vier belegte. An Pfingsten hatte Klaas ebenso wie die beste Deutsche, Betty Heidler , in Fränkisch-Crumbach die Olympia-Norm (71,00 Meter) mit 71,18 Metern übertroffen.

Aus deutscher Sicht darf man auf die Auftritte von Max Hess und Kristin Gierisch gespannt sein. Die beiden Dreispringer zählen zu den Aufsteigern der vergangenen Monate. Beide gewannen bei der Hallen-WM im März in Portland überraschend Silber und wollen sich auch in der Freiluft-Saison in der Weltspitze behaupten.

Weltspitze ist in Forbach auch in anderen Disziplinen vertreten - etwa im Stabhochsprung mit dem Franzosen Kevin Menaldo, der bei der letzten Europameisterschaft 2014 in Zürich Dritter wurde. Seine Bestleistung steht bei 5,81 Metern. Die Franzosen Jerome Clavier (5,81) und Valentin Lavillenie (5,80) haben vergleichbare Bestmarken. Lavillenies Bruder Renaud ist bekannter und erfolgreicher. Der Star der Stabhochsprung-Szene startet aber beim Diamond-League-Meeting in Eugene (USA).

Ein weiterer Franzose im Starterfeld von Forbach verspricht einen Hauch von Weltklasse, wobei seine größten Erfolge lange zurückliegen. Hürdensprint-Legende Ladji Doucouré war bei den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki einer der großen Stars, holte Gold über 110 Meter Hürden und mit der 4x100-Meter-Staffel. Seine Hürden-Finalzeit in Finnland: 12,97 Sekunden. Doucouré ist der bis heute drittschnellste Europäer über diese Distanz hinter dem früheren Weltkordler, dem Briten Colin Jackson, und seinem Landsmann Pascal Martinot-Lagarde.

Die beiden Top-Athleten aus dem Saarland, Weitspringerin Sosthene Moguenara vom LAZ Saarbrücken und 400-Meter-Läuferin Laura Müller vom LC Rehlingen , haben einen Start bei der Kurpfalz-Gala an diesem Samstag in Weinheim geplant, wobei Müller ihre Sprintfähigkeiten auf den kürzeren Distanzen über 100 und 200 Meter testet.