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Auftakt im Rodel-Weltcup
Loch will beweisen, dass er noch rodeln kann

Für Rodler Felix Loch ist die Heim-WM in Winterberg das Hauptziel.
Für Rodler Felix Loch ist die Heim-WM in Winterberg das Hauptziel. FOTO: dpa / Uwe Zucchi
Innsbruck. Weltcup-Auftakt im österreichischen Innsbruck-Igls. sid

Das Vertrauen in die eigene Stärke fand Felix Loch nach seinem Olympia-Debakel schnell wieder. Zwei Wochen nach dem fünften Platz in Pyeongchang lag der Rennrodler noch mal auf seinem Schlitten und schoss bei einem Materialtest den Eiskanal im französischen La Plagne hinunter – so, als habe es den verheerenden vierten Lauf in Südkorea nie gegeben. Seine Erkenntnis: „Ich kann noch rodeln, ich bin nicht zu blöd dafür.“


Neun Monate ist das jetzt her. Nach einer kräftezehrenden Vorbereitung will der Berchtesgadener nun ab diesem Samstag beim Weltcup-Auftakt in Innsbruck wieder angreifen. „Olympia ist abgehakt“, sagt Loch. Ärger oder Frust sind dem 29-Jährigen nicht anzumerken. Vielmehr will Loch seine große Qualität beweisen, nachdem er bei Olympia wegen eines Fahrfehlers seine komfortable Führung und das historische dritte Einzel-Gold hergeschenkt hatte. Sein Hauptziel: die Heim-WM in Winterberg. Dort kann sich Loch zum sechsten Mal zum Einzel-Champion krönen.

Am Wochenende gehört Loch selbstredend zu den Favoriten. Als größte Konkurrenten gelten Sensations-Olympiasieger David Gleirscher, Weltmeister Wolfgang Kindl (beide Österreich), Dominik Fischnaller (Italien), Roman Repilow und Europameister Semen Pawlitschenko (beide Russland). Bei den Frauen gehen die Athletinnen des deutschen Bob- und Schlittenverbandes (BSD) um Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, Weltmeisterin Tatjana Hüfner und der Olympia-Zweiten Dajana Eitberger als große Favoriten in den Weltcup.