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Curler und Eishockeyspieler gedopt?
Weiterer Dopingfall und positive B-Probe belasten das IOC

Pyeongchang. Die Olympischen Winterspiele haben nach dem japanischen Shorttracker Kei Saito und dem russischen Curler Alexander Kruschelnizki einen weiteren offiziellen Dopingfall. Dem slowenischen Eishockeyspieler Ziga Jeglic wurde der unerlaubte Gebrauch des Asthmamittels Fenoterol nachgewiesen. Das teilte die Anti-Doping-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes CAS in Pyeongchang mit. Der 29 Jahre alte Stürmer wurde von den Spielen ausgeschlossen und muss das Olympische Dorf verlassen. Jeglic akzeptierte laut CAS die Maßnahmen.

Der Doping-Rückfall Russlands stürzt indes das Internationale Olympische Komitee in ein schweres Dilemma. Bei Kruschelnizki fiel die B-Probe ebenfalls positiv aus, teilte die Delegation der „Olympischen Athleten aus Russland“ gestern mit. Kruschelnizki selbst bestritt die Einnahme illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung.


Auch wenn ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS voraussichtlich nicht vor Donnerstag fällt, steht das IOC unter Zugzwang. Die Entscheidung über ein mögliches Ende der Sanktionen wird die IOC-Exekutive am Samstag, also einen Tag vor der Schlussfeier, fällen. Immer lauter werden in Pyeongchang die Fragen, ob die Russen nicht bereits die Chance auf die Teilnahme an der Schlussfeier unter eigener Flagge verwirkt haben.

Der russische Sportminister Pawel Kolobkow hat die Dopingvorwürfe indes als falsch zurückgewiesen. „Das ist zweifellos ein Fehler“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.