Weihnachts-Ruhe vor Tournee-Sturm: Freund will abschalten

Weihnachts-Ruhe vor Tournee-Sturm: Freund will abschalten

Gut eine Woche vor dem Auftakt der Vierschanzentournee konnte es für Severin Freund nicht schnell genug in den kurzen Weihnachtsurlaub in die Heimat gehen. Sein Plan: "Gutes Essen, ruhige Zeit, wenig an Skispringen denken."Nach seiner durchwachsenen Tournee-Generalprobe mit Platz sechs und acht beim Weltcup in Engelberg heißt es für Freund Kraft tanken.

Kraft für den Angriff auf den ersehnten Gesamtsieg beim Ritt über die vier Schanzen (28. Dezember bis 6. Januar). Und Kraft für das Duell mit einem übermächtig erscheinenden Gegner: Der Slowene Peter Prevc ist nach seinem Doppelerfolg in der Schweiz klarer Favorit. "Der Druck wird für mich nicht größer", sagte Freund: "Man erwartet von mir ohnehin immer, dass ich gewinne. Und mehr als gewinnen geht ja nicht."

Mit Drucksituationen, das hat der Niederbayer in den vergangenen Jahren oft gezeigt, kann Freund umgehen. Die springerische Klasse ist da, um zum großen Prevc-Gegenspieler bei der Tournee zu werden. "Ab Oberstdorf werden die Karten neu gemischt", sagte Freund. Die Wertigkeit der beiden Springen in der Schweiz, auch wenn sie so kurz vor dem Saisonhöhepunkt liegen, will auch Bundestrainer Werner Schuster nicht zu hoch einschätzen: "Diese beiden Tage entscheiden nicht über die Tournee. Viel wichtiger ist, wie man aus der Weihnachtspause kommt."