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Waschi erwischt die fast perfekte Welle

Waschi erwischt die fast perfekte Welle

Piombino. Andreas Waschburger erwischte die fast perfekte Welle, die Medaillenhoffnungen von Thomas Lurz wurden bei der Freiwasser-Europameisterschaft im Tyrrhenischen Meer dagegen weggespült. Der Olympia-Zweite stand in Piombino in Italien überraschend im Schatten des Saarbrückers Waschburger, der sich über fünf Kilometer über sein zweites Silber freuen durfte

Piombino. Andreas Waschburger erwischte die fast perfekte Welle, die Medaillenhoffnungen von Thomas Lurz wurden bei der Freiwasser-Europameisterschaft im Tyrrhenischen Meer dagegen weggespült. Der Olympia-Zweite stand in Piombino in Italien überraschend im Schatten des Saarbrückers Waschburger, der sich über fünf Kilometer über sein zweites Silber freuen durfte. Insgesamt blieb der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) erstmals seit der EM 2002 in Berlin ohne Gold und verpasste das angestrebte 50. Edelmetall seit der EM-Premiere 1989 knapp.In Sichtweite der Insel Elba konnte sich Waschburger als der große Gewinner fühlen. "Mit der Ausbeute von drei Medaillen hatte ich nicht gerechnet", sagte der 25-Jährige mehr als zufrieden. Über fünf Kilometer belegte der Achte der Olympischen Spiele von London wie bei seiner ersten internationalen Medaille zum Auftakt über die doppelte Distanz Platz zwei hinter dem Russen Kirill Abrosimow. Mit Lurz und Angela Maurer hatte Waschburger im Team-Wettbewerb zudem Bronze gewonnen.

"Da kommt einer nach", sagte Bundestrainer Stefan Lurz über Waschburger, der über 25 Kilometer ebenso wie Maurer wegen leichter Schulterprobleme auf einen Start verzichtete. Christian Reichert fehlte auf Grund von Nackenbeschwerden. Der Wiesbadener Alexander Studzinski musste beim Sieg des Bulgaren Peter Stojtschew, der in Würzburg zusammen mit Lurz trainiert, aufgeben. Die Berlinerin Josephine Paschke hatte bei ihrem internationalen Debüt beim erneuten Erfolg der Italienerin Alice Franco keine Chance auf Edelmetall.

Für Thomas Lurz verlief die EM einen Monat nach seinem Silberstreich im Londoner Hyde Park enttäuschend. Nach Platz zehn über zehn Kilometer im aufgewühlten Meer schwamm der Rekord-Weltmeister aus Würzburg auch über die halbe Distanz als Vierter an Edelmetall vorbei und blieb ohne Einzel-Medaille. "Für ihn war die EM nicht zufriedenstellend", erklärte Bruder und Bundestrainer Stefan Lurz. dapd

"Da kommt einer nach."

Bundestrainer Stefan Lurz

über Andreas Waschburger