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Warum in die Ferne schweifen . . .

Warum in die Ferne schweifen . . .

Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat sein Trainingsquartier in Herxheim in der Pfalz bezogen. 27 Spieler sind dabei. Der Kader wird sich aber verändern. Einige dürfen gehen, mindestens zwei sollen kommen.

Herxheim. 400 Fans. Wieder 400 Fans. Wie bei jedem Training drängt es sich dicht an dicht um den Herxheimer Sportplatz. Der 1. FC Kaiserslautern ist wieder da, zum dritten Mal in Folge hat er sein Trainingslager hier bezogen. Dass die Mannschaft aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen ist - die Anhänger scheinen es verziehen zu haben, sonst wären sie wohl kaum so zahlreich gekommen. Vielleicht auch, weil der FCK wieder hierhin in die ländliche Idylle gekommen ist und sein Trainingslager nicht in der Ferne aufgeschlagen hat. So etwas danken die Fans, und wenn es nur mit einem Trainingsbesuch ist. "Wir wollten bewusst wieder nah bei unseren Fans sein", sagt Trainer Franco Foda.Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als in Herxheim vor allem die konditionellen Grundlagen gelegt wurden, ist die Mannschaft diesmal schon etwas weiter. Das Grundgerüst des Zweitligisten steht, wenn auch bis zum Saisonstart am 6. August gegen Union Berlin noch viel zu tun ist. "Wir schaffen hier die Substanz, die uns nicht nur am Anfang, sondern auch bis in den Winter trägt", erklärt Foda. Sein Kader ist großzügig bestückt. Zu großzügig eigentlich. 24 Feldspieler und drei Torhüter sind in Herxheim dabei. Einige dürfen den FCK verlassen, wenn entsprechende Angebote kommen - unter anderem Christian Tiffert und Rodnei. Für den Moment stört sich Foda nicht an der Arbeit in der großen Gruppe: "Solange die Spieler mitziehen, werden sie dabei sein und auch in den Spielen zum Einsatz kommen." Wie heute um 18 Uhr in Kandel gegen den dänischen Zweitligisten HB Køge.

Es sollen auch noch Spieler hinzukommen. Hinten rechts soll Konkurrenz und Ersatz für Florian Dick verpflichtet werden, der einziger nomineller Rechtsverteidiger ist. Auch sonst würde Foda gerne nachlegen: "Ein oder zwei Spieler sollen noch kommen."

Die 27 aus dem Trainingslager werden also nicht unbedingt die Spieler sein, aus denen er seine Stammformation auswählen wird. Auch in der Kapitänsfrage wird sich Foda erst im Laufe der Woche entscheiden. Es wird sich also noch einiges tun beim FCK. Dennoch zieht Foda bereits ein positives Zwischenfazit: "Insgesamt bin ich zufrieden. Wir haben unser Programm durchdrücken können und bis auf Pierre De Wit keine schwerwiegenden Verletzungen gehabt." Und selbst der Mittelfeldspieler dürfte über seine Meniskusverletzung "zufrieden" sein, denn es war ein Kreuzbandriss befürchtet worden.

saarbruecker-zeitung.de/fck

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