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Fußball-Regionalliga Südwest: Wann kommt die SVE-Offensive ins Rollen?

Fußball-Regionalliga Südwest : Wann kommt die SVE-Offensive ins Rollen?

Der Meister gastiert beim Vizemeister: Die SV Elversberg steht beim SV Waldhof Mannheim vor einer schweren Hürde.

Dritter Spieltag, zweites Topspiel. Nach dem 0:0 im Saarderby gegen den 1. FC Saarbrücken muss Fußball-Regionalligist SV Elversberg heute Abend um 20.15 Uhr (live bei Sport1) beim SV Waldhof Mannheim antreten. Der Vizemeister empfängt den Meister – allerdings sind beide Teams in dieser Saison noch sieglos. Ein Fehlstart scheint zumindest für eine Mannschaft programmiert zu sein.

SVE-Trainer Karsten Neitzel meint dazu: „Es ist mir eigentlich Wurscht, ob die Leute von einem gelungenen Start oder von einem Fehlstart reden. Einen 400-Meter-Lauf gewinnt auch nicht der mit dem besten Start“, sagt der Übungsleiter. Er ergänzt: „Wir haben uns gegen den 1. FC Saarbrücken im Vergleich zum 0:0 gegen Eintracht Stadtallendorf deutlich gesteigert. Wir werden unseren Weg gehen.“

Innenverteidiger Marco Kofler und Mittelfeldspieler Bryan Gaul saßen am ersten Spieltag nur auf der Tribüne und gehörten am zweiten Spieltag von Beginn an zu den besten Elversbergern auf dem Platz. „So soll das sein. Wir haben viele Spieler. Und ich erwarte einfach von jedem, dass er seinen Job macht, wenn er spielt“, sagt der SVE-Trainer.

Der Österreicher Kofler weiß, dass es auch für den Trainer nicht einfach ist, was die Kaderplanung angeht. „Jeder Spieler ist enttäuscht, wenn er nicht im Kader ist oder nur auf der Bank sitzt. Das ist völlig normal und soll auch so sein. Wir haben nun mal den Kader einer Spitzenmannschaft. Und da muss der Trainer einfach an jedem Spieltag Spieler auf die Tribüne setzen. Die Entscheidung ist auch nicht leicht“, sagt Kofler. Ob der 28-Jährige trotz starker Leistung auch heute in der Abwehr aufläuft, ist offen. Kevin Maek hat seine Knieverletzung überstanden, in den vergangenen beiden Einheiten voll mittrainiert und fährt mit nach Mannheim.

Wen Neitzel von Beginn an spielen lässt, verrät er nicht. Wichtiger für den Trainer ist, dass die Offensive endlich ins Rollen kommt. Während die Abwehr zweimal zu null spielte, gab es in 180 Minuten in der Offensive keine Chance aus der Kategorie „Muss man machen“.

„Wir müssen aus dem zentralen Bereich einfach mit viel mehr Tempo nach vorne umschalten, wenn wir den Ball erobern. Da müssen einfach zwei oder drei Mittelfeldspieler in den gegnerischen Strafraum. Das war das Hauptthema in dieser Trainingswoche“, berichtet Neitzel.

Ebenfalls Thema war die späte Anstoßzeit und die Live-Übertragung im Fernsehen. Während die Spieler von einer höheren Spannung und mehr Vorfreude reden, ist es für Neitzel ein Spiel wie jedes andere auch. „Für mich spielt es keine Rolle, wo, wann und gegen wen wir spielen. Ich will gewinnen“, sagt der 49-Jährige. Das mit dem Gewinnen wird in Mannheim aber so eine Sache. Von fünf Spielen beim Waldhof konnte die SVE erst eins für sich entscheiden. Die vergangenen drei Spiele verloren die Elversberger allesamt zu null.

In der Vorsaison kamen die SVE-Spieler mit der großen Kulisse (etwa 10 000 Zuschauer) nur schwer zurecht, spielten desolat und verloren mit 0:2. „Diese ganze Statistik interessiert mich nicht, da können sich andere den Kopf drüber zerbrechen“, sagt Neitzel. Er muss neben den beiden Langzeitverletzten Sven Sellentin (Reha nach Kreuzbandriss) und Moritz Göttel (Reha nach Syndesmosebandriss) auch auf Aleksandar Stevanovic (Meniskusverletzung) und Edmond Kap­llani (Adduktoren) verzichten.