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VSG Saarlouis kann den Ausfall von Stolz nicht kompensieren

VSG Saarlouis kann den Ausfall von Stolz nicht kompensieren

Saarlouis. Die große Frage vor dem Derby in der Volleyball-Regionalliga der Frauen zwischen dem TBS Saarbrücken und der VSG Saarlouis war: Wie hat das Team von VSG-Trainer Gilbert Pohl die erste Saisonniederlage gegen Waldgirmes verkraftet? Die Antwort scheint beim ersten Blick auf die 0:3-Niederlage klar: schlecht

Saarlouis. Die große Frage vor dem Derby in der Volleyball-Regionalliga der Frauen zwischen dem TBS Saarbrücken und der VSG Saarlouis war: Wie hat das Team von VSG-Trainer Gilbert Pohl die erste Saisonniederlage gegen Waldgirmes verkraftet? Die Antwort scheint beim ersten Blick auf die 0:3-Niederlage klar: schlecht. Doch Pohl sieht das anders: "Wir wissen, warum wir verloren haben, darum ist die Niederlage keine bittere Pille. Es ist für uns schwer. Zuspielerin Melanie Stolz ist verletzt. Aber wir werden deshalb nicht jammern."Ihre Vertreterin war Stefanie Becker. Sie machte ihre Sache zwar gut, blieb aber selbstkritisch. "Das Zusammenspiel klappt noch nicht optimal. Aber ich konnte in den letzten zwei Wochen auch nur zwei Mal trainieren." Becker hatte einen Schlag auf die Niere bekommen, musste darum pausieren. "Es ist immer schwierig, jemanden zur Zuspielerin zu machen", sagt Pohl. "Steffi stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Das ist ihr hoch anzurechnen. Sie hat ihre Sache gut gemacht."

Probleme gab es dafür in der Annahme. Saarbrücken schaffte es immer wieder, mit guten Angaben Druck aufzubauen, VSG-Zuspielerin Becker musste oft weite Wege zum Pass laufen, und so kam das Angriffsspiel der Gäste nur schwer in Gang. Nach 19 Minuten ging der Durchgang mit 25:17 an den TBS. Der zweite Satz verlief enger. Die VSG führte sogar, doch am Ende setzte sich der TBS, der sich langsam vom Trauma des Zweitliga-Abstiegs zu erholen scheint, mit 25:22 durch und sah im dritten Satz beim 21:14 schon wie der sichere Sieger aus. Doch Saarlouis kämpfte, wehrte zwei Matchbälle ab, hatte selbst zwei Mal Satzball. Der letzte Ball zum 30:28 war dann bezeichnend für das gesamte Spiel: Melanie Stolz schießt den Saarbrücker Block an, der Ball fällt auf der VSG-Seite des Netzes auf den Boden. "Saarbrücken war in den entscheidenden Punkten aggressiver am Netz", analysierte Pohl. "Letztendlich hat der Größenvorteil den Unterschied ausgemacht." Trotz der Niederlage bleibt Saarlouis Tabellenführer, punktgleich mit Waldgirmes.cor

Foto: Ruppenthal