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Vorsichtige Euphorie rund um den Betzenberg

Kaiserslautern. Sieben Spieler haben den Verein verlassen, sieben sind hinzugekommen. Weitere Neuzugänge sucht der 1. FC Kaiserslautern noch bis Ende August. Allerdings geht die Zweitliga-Saison schon heute los – mit einem Kracher. Mirko Reuther

Beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern herrscht nach dem enttäuschenden Abschneiden der vergangenen Saison wieder vorsichtige Euphorie. Rund 40 000 Zuschauer werden auf dem Betzenberg erwartet, wenn der FCK heute Abend (20.30 Uhr) zum Saisonauftakt mit dem neuen Trainer Tayfun Korkut auf dessen Ex-Verein Hannover 96 trifft. Für Sportdirektor Uwe Stöver geht es dabei um die Wurst. Er hatte zuletzt versprochen, für die Fans der Pfälzer zu grillen, sollte der FCK im Auftaktspiel die Marke von 40 000 Fans knacken.



Ernsteren Aufgaben muss sich Stöver bei der Kaderplanung widmen. Denn obwohl der FCK mit den Transfers der Mittelfeldspieler Christoph Moritz (FSV Mainz 05 ), Marlon Frey (Bayer Leverkusen ) und Max Dittgen (SG Sonnenhof-Großaspach), der Außenverteidiger Philipp Mwene (VfB Stuttgart II) und Naser Aliji (FC Basel ), Torwart André Weis (FSV Frankfurt ) sowie Stürmer Osayamen Osawe (Hallescher FC) die größten personellen Baustellen geschlossen hat, ist das Aufgebot noch nicht komplett. Ein Innenverteidiger, ein rechter Außenverteidiger und ein Spieler für die rechte offensive Außenbahn werden noch gesucht.

Mit Chris Löwe (Huddersfield Town), Ruben Jenssen (FC Groningen), Markus Karl (SV Sandhausen ), Marius Müller (RB Leipzig) und Jean Zimmer (VfB Stuttgart ) hatten den FCK nach der vergangenen Saison fünf Stammspieler verlassen. Dazu wurde Manfred Osei Kwadwo an den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach verliehen und der isländische Stürmer Jon Dadi Bödvarsson für eine kolportierte Ablösesumme von drei Millionen Euro an den englischen Zweitligisten Wolverhampton Wanderers verkauft.

Bis zum Ende der Wechselfrist am 31. August will Stöver die "personellen Vakanzen" geschlossen haben. Der Sportdirektor hat bei der Suche nach Neuzugängen nun größeren finanziellen Spielraum, denn der FCK hat seinen Lizenzspieler-Etat mit Hilfe eines externen Geldgebers von 8,5 auf elf Millionen Euro erhöht. Mit drei Millionen Euro greift ein Kreditgeber dem klammen Verein unter die Arme. Das verkündete der FCK auf seiner Jahres-Pressekonferenz. Um wen es sich bei dem Geldgeber handelt, wollte FCK-Finanzvorstand Michael Klatt nicht angeben. Er begründete den Schritt damit, dass die verpassten Ziele der letzten Spielzeit "tiefe Einschnitte in die angespannte Bilanz" des FCK gegraben hätten.

Gräben zwischen Mannschaft und Fans soll es nicht mehr geben. Das hat Trainer Korkut, der Mittelfeldspieler Daniel Halfar erneut zum Kapitän ernannt hat, versprochen. Über seinen Ex-Club sagte er: "Hannover 96 ist ein absoluter Aufstiegsfavorit. Wir sind der Herausforderer. Aber wir sind vorbereitet."