Vorletztes Wochenende der Masters-Qualifikation:

Hallenmasters : Verbissener Kampf um die letzten Tickets

Die Spieler des FV Diefflen freuten sich schon über die Masters-Qualifikation. Doch rechnerisch ist die noch nicht ganz sicher. Inklusive Titelverteidiger Auersmacher stehen vier Teilnehmer fest. Um die restlichen vier Plätze kämpfen sieben Vereine.

Turnier des SV Röchling Völklingen (60 Wertungspunkte):

Kollektiver Jubel am Sonntagabend bei Fans und Spielern des FV Diefflen: Der Fußball-Oberligist hatte gerade das Finale des 27. „Ruhland-Kallenborn-Cups“ in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle gewonnen und damit das Ticket für das Mastersfinale am 2. Februar in der Saarlandhalle so gut wie gelöst. Zunächst glaubten sogar alle, dass die Masters-Qualifikation bereits endgültig besiegelt sei. Doch dann stellte sich heraus: Um auch rechnerisch durch zu sein, fehlen den Diefflern noch 0,2 Punkte – Diefflen dürfte dann aber am letzten Quali-Wochenende selbst nicht mehr punkten und für alle Konkurrenten müsste es optimal laufen. Sehr unwahrscheinlich.

 Im Finale in Völklingen zeigten die Dieffler eine bärenstarke Leistung und schlugen den Ausrichter und Ligakonkurrenten Röchling Völklingen mit 6:1. „Wir haben sechs Turniere gespielt, waren sechs Mal im Finale und haben viermal gewonnen. Das ist in Ordnung“, sagte FVD-Spieler Fabian Poß, der zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.

Bevor Diefflen den Sieg feiern konnte, musste das Team aber hart arbeiten und zittern. In der Vorrunde war der FV nämlich schon so gut wie draußen. 50 Sekunden vor Ende lagen die Dieffler gegen Landesligist FV Püttlingen mit 2:4 zurück, ehe sie mit zwei Toren in den Schluss-Sekunden das Aus gerade noch abwendeten.

Im Viertelfinale kam es zum Quali-Showdown gegen die SF Köllerbach. Zwei Tore von Poß halfen zum knappen 2:1-Sieg für Diefflen. 1200 Zuschauer sahen an den drei Turniertagen exakt 500 Turniertore.

Turnier der DJK Ballweiler-Wecklingen (58 Wertungspunkte):

Beim „Volks- und-Raiffeisenbank-Saarpfalz-und-Famecha-Cup“ der DJK Ballweiler-Wecklingen, der erstmals in der Niederwürzbacher Würzbachhalle ausgetragen wurde, waren alle Augen auf Oberligist FC Wiesbach gerichtet. Die Hertha hatte im Kampf um einen Qualifikationsplatz für das Masters auf einen Turniersieg gehofft. Allerdings gab es im Halbfinale eine 1:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Masters-Titelverteidiger SV Auersmacher. Die Partie um Platz drei wurde dann aber klar mit 7:1 gegen Verbandsligist SV Schwarzenbach gewonnen.

Am Ende jubelte etwas überraschend das abgeschlagene Schlusslicht der Verbandsliga Nordost, der FSV Jägersburg II, über Rang eins. Die Jägersburger hatten allerdings auch einige Spieler aus dem Kader der Ersten im Aufgebot. Im Finale gab es gegen Auersmacher einen 8:7-Sieg nach Siebenmeterschießen. 

Insgesamt waren an beiden Turniertagen 500 Zuschauer in Niederwürzbach vor Ort. „Es war alles sehr fair. Das Halbfinale zwischen Wiesbach und Auersmacher war schon etwas dramatisch. Wiesbach benötigte dringend die Punkte, aber Auersmacher hat eine taktische Glanzleistung gezeigt“, meinte Turnierorganisator Thomas Stopp von der DJK Ballweiler-Wecklingen. Wiesbach kann noch beim Turnier des FV Eppelborn durch einen Turniersieg die Mastersteilnahme klarmachen.

Turnier der AG Saarbrücker Vereine (55 Wertungspunkte):

Die Überflieger des Hallenwinters sind bereits voll im Masters-Modus. Verbandsligist Hellas Bildstock hat am Samstag in der Brebacher Sporthalle sein fünftes Turnier des Winters gewonnen. Im Finale des Turniers der AG Saarbrücker Vereine setzte sich Hellas mit 5:1 gegen den FC Rastpfuhl durch. Im gesamten Turnierverlauf hatte das Team nie wirkliche Konkurrenz und führt nun die Qualifikationstabelle mit 167,90 Punkten an. Um den Allzeit-Punkterekord des SV Saar 05 (202 Punkte) zu knacken, wird es aber nicht mehr reichen, da die Bildstocker nur noch ein Turnier (in Eppelborn) spielen.

Anders die Lage beim FC Rastpfuhl: Der FC verlor in Brebach sein zweites Finale in Folge und liegt aktuell 8,15 Punkte hinter dem letzten Qualifikationsplatz zurück. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir wieder ein Finale verloren haben. Aber wir spielen am kommenden Wochenende noch zwei Turniere und haben alles noch selber in der Hand“, so Torhüter Robin Scheidt.

Im Spiel um Platz drei setzte sich der FC Kutzhof mit 5:3 gegen die dritte Mannschaft des SV Auersmacher durch. Die ausrichtenden Vereine SF Saarbrücken, ATSV Saarbrücken, FC St. Arnual und FC Rastpfuhl freuten sich über 1200 Zuschauer an vier Turniertagen.

Turnier der FSG Schiffweiler (53 Wertungspunkte):

Verbandsligist SV Bliesmengen-Bolchen hat seine Chance gewahrt, erstmals am Masters teilzunehmen. Beim „Alte-Leipziger-Cup“ der FSG Schiffweiler in der Mühlbachhalle gab es das erwartete Finale gegen Saarlandligist SpVgg. Quierschied, der auch noch zum Finalturnier nach Saarbrücken will. Bliesmengen führte 1:0 und 2:1, ehe nach Quierschieds 2:2-Ausgleich die zwei entscheidenden Treffer folgten. Dritter wurde durch einen 3:2-Erfolg gegen den SV Merchweiler die SG Lebach-Landsweiler.

Sowohl für Bliesmengen als auch für Quierschied geht es nun beim Turnier des SV Auersmacher um alles. Beide müssen unbedingt gewinnen. Sollten dann Köllerbach, Rastpfuhl und Wiesbach patzen, könnte es in der Qualifikations-Wertung noch zu Rang sieben reichen. „Wir haben jetzt zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte über 70 Punkte. Das ist sehr geil“, sagte Mengens Spielausschuss-Vorsitzender Stefan Ruppert. Es sei bereits jetzt eine klasse Hallensaison und man fahre ohne Druck zum letzten Turnier. Schiffweilers zweiter Vorsitzender Mathias Jochum ergänzte: „Mit den insgesamt 650 Zuschauern sind wir sehr zufrieden. Vor allem am Finaltag war die Halle proppenvoll.“

Turnier des SV Limbach/Dorf (49 Wertungspunkte):

Das Finale beim „Risch-Cup“ des SV Limbach/Dorf war Werbung für den Hallenfußball: Am Freitag lieferten sich die Saarlandligisten SF Köllerbach und Spvgg. Quierschied in der Schmelzer Primshalle ein packendes Duell. Am Ende setzte sich Köllerbach mit 7:5 nach Verlängerung durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 4:4 gestanden. In der Verlängerung brachte Lukas Mittermüller Quierschied in Führung. Doch Köllerbach glich zum 5:5 aus – und drehte die Partie. Mit einem Traumtor in den Winkel erzielte Fabio Götzinger das 6:5 für die SF, Jerry Laloe traf zum 7:5.

Für Quierschied besonders ärgerlich: Zum vierten Mal in Folge verlor die Spvgg. in diesem Winter ein Endspiel. Am Sonntag folgte beim Turnier in Schiffweiler die fünfte Final-Pleite. „Das ist einfach unfassbar bitter. Wenn wir zwei Endspiele gewonnen hätten, wären wir wohl beim Masters dabei. So aber sind unsere Chancen gering“, meinte Quierschieds Sportlicher Leiter Kai Berrang kopfschüttelnd.

Köllerbach hat dagegen gute Masters-Chancen. „Wir spielen noch zwei Turniere. Wenn wir bei beiden punkten, wird es reichen“, ist sich Trainer Dogan Coskun sicher. Rang drei in der Primshalle ging an Saarlandligist VfL Primstal durch ein 5:2 gegen Regionalligist SV Elversberg. Das Turnier sahen 350 Zuschauer.

Turnier des SV Mettlach (47 Wertungspunkte):

Ein Kuriosum gab es beim „Villeroy & Boch-Cup“ des SV Mettlach: Wie schon eine Woche zuvor beim Turnier der Spvgg. Merzig standen sich im Finale Saarlandligist Mettlach und Verbandsligist SG Perl-Besch gegenüber. Und erneut hieß es am Ende 5:0 für Mettlach. Daniel Becker, Simon Engeldinger, Michael Ogrodniczek, André Paulus und Fabian Theobald trafen. Durch den Erfolg haben die Blau-Weißen jetzt allerbeste Chancen, sich erstmals seit 2016 wieder für das Masters zu qualifizieren. „Das wollen wir uns jetzt nicht mehr nehmen lassen“, sagte SV-Trainer Holger Klein.

Zumal es seinem Team gelungen ist, eine Hallen-Euphorie zu schüren. „Das war am Wochenende zu spüren. Wir hatten deutlich mehr Zuschauer bei unserem Turnier als vergangenes Jahr“, freute sich Klein. Insgesamt kamen 600 Besucher in die Mettlacher Sporthalle. Am letzten Wochenende der Qualifikationsserie reicht dem SV nun ein zweiter Platz beim Turnier des SV Wahlen-Niederlosheim, um sicher beim Masters dabei zu sein.

Rang drei in Mettlach ging an Bezirksligist SCV Orscholz, der sich im „kleinen Finale“ mit 5:4 gegen Verbandsligist FC Brotdorf durchsetzte.

Turnier des FC Wadrill (46 Wertungspunkte):

Landesliga-Tabellenführer SG Wadrill-Sitzerath ist beim eigenen Hallenturnier um den LBS-Cup der große Coup gelungen: Nachdem die SG in diesem Winter schon zwei dritte und einen vierten Platz bei Qualifikationsturnieren erreicht hatte, schaffte sie jetzt beim „Heimspiel“ in der Waderner Herbert-Klein-Halle den Sieg.

Die SG setzte sich im Finale des erstmals mit Rundum-Bande ausgetragenen Turniers trotz eines 0:1-Rückstands mit 3:1 gegen Saarlandligist 1. FC Reimsbach durch. Christoph Molitor gelang der 1:1-Ausgleich, dann brachte Torjäger Tobias Müller den Landesligisten in Führung, ehe Steven Forster mit dem 3:1 für die Entscheidung – und für Riesenfreude bei den Gastgebern – sorgte. „Einige Spieler hatten noch Urlaub, von daher haben wir noch ein wenig länger gefeiert“, berichtete Sportvorstand Rafael Weber. Auch Platz drei ging an ein Team aus der Landesliga West: Der SV Bardenbach gewann das „kleine Finale“ mit 7:2 gegen Verbandsligist VfB Theley. Das Turnier sahen 1000 Zuschauer.

Turnier des SV Hülzweiler (42 Wertungspunkte):

Marcel Boschet von Saarlandligist FV Schwalbach war der entscheidende Mann: Im Finale des „18. Orthopädie-Altmeyer-Cup“ des SV Hülzweiler gelang dem Offensiv-Akteur beim 3:1-Finalerfolg gegen Landesligist SSV Pachten ein Doppelpack. Boschet brachte Titelverteidiger Schwalbach in der Jahnsporthalle mit 1:0 in Führung und legte kurz vor Schluss mit dem neunten Turnier-Tor den Treffer zum 3:1-Endstand nach. Zuvor hatte Felix Martin das 2:0 für den FV erzielt, Pachten verkürzte danach noch auf 1:2.

Über Rang drei konnte sich Gastgeber Hülzweiler (Landesliga) freuen. Der SV siegte im „kleinen Finale“ mit 2:1 gegen Bezirksligist FV Stella Sud Saarlouis. Hülzweiler hatte im Viertelfinale Saarlandligist VfB Dillingen ausgeschaltet (4:2). Das Turnier sahen 600 Zuschauer.

Turnier des SV Furschweiler/TuS Hirstein (17 Wertungspunkte):

Die SF Köllerbach siegten beim Turnier des SV Limbach/Dorf in der Primshalle – und schüttelten Konkurrent Quierschied im Qualirennen ab. Foto: Stefan Hoffmann
In Feier-Laune: Der SV Mettlach hat nach dem Sieg beim eigenen Turnier gute Chancen auf die Teilnahme am Masters-Finale in Saarbrücken. Foto: Britz Heiko/Heiko Britz Merzig, Heiko Britz

Was dem Saarlandliga-Team des VfL Primstal in diesem Winter bislang verwehrt blieb, gelang am Sonntag der Landesliga-Mannschaft: ein Sieg bei einem Masters-Qualifikationsturnier. Primstal II gewann vor 150 Zuschauern in der Namborner Liebenburghalle den „Bank-1-Saar/Unsere-Volksbank-Cup“ des SV Furschweiler und des TuS Hirstein. Matchwinner beim 1:0-Erfolg im Endspiel gegen Bezirksligist SG Wolfersweiler-Gimbweiler war Felix Schröder. „Wir haben im Finale kaum etwas zugelassen und daher meiner Meinung nach auch verdient gewonnen“, so Trainer Jochen Gläser. Gastgeber Furschweiler freute sich nach einem 4:3 gegen Kreisliga-Konkurrent VfR Otzenhausen über Rang drei.