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Vorentscheidung schon vor Weihnachten

Vorentscheidung schon vor Weihnachten

Kiel. Die Unbesiegbaren sind auf Titelkurs: In einem am Ende dramatischen Spitzenspiel hat Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel den Titelverteidiger HSV Hamburg mit 30:25 (15:12) besiegt und damit seine Vormachtstellung im deutschen Handball unterstrichen. Überragender Akteur war THW-Keeper Thierry Omeyer, der die HSV-Schützen mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte

Kiel. Die Unbesiegbaren sind auf Titelkurs: In einem am Ende dramatischen Spitzenspiel hat Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel den Titelverteidiger HSV Hamburg mit 30:25 (15:12) besiegt und damit seine Vormachtstellung im deutschen Handball unterstrichen. Überragender Akteur war THW-Keeper Thierry Omeyer, der die HSV-Schützen mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte.Kiel baute mit dem Erfolg seinen Startrekord aus und thront nach nunmehr 16 Siegen aus 16 Spielen einsam an der Tabellenspitze - fünf Punkte vor den Füchsen Berlin (25:5 Punkte). Hamburg, das ohne den verletzten Spielmacher Michael Kraus angetreten war, muss nach seiner vierten Pleite sogar um die Champions-League-Qualifikation bangen (22:8).

"Wir lassen hinten die Dinger rein und treffen vorne nicht - das sind die Kleinigkeiten, die so ein Spiel entscheiden", sagte der Hamburger Matthias Flohr frustriert: "Wir müssen jetzt erst einmmal die Champions-League-Plätze sichern. Darauf müssen wir uns konzentrieren und die Meisterschaft Meisterschaft sein lassen."

Vor 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena demonstrierte der Rekordmeister zunächst seine Stärke. Vor allem in der 5:1-Abwehrformation legten die Kieler den Grundstein für eine schnelle Führung. Etliche Hamburger Würfe landeten im Block. Und kam doch mal ein Ball durch, so vereitelte Omeyer die Chancen der Hamburger. Beim Stand von 9:4 für den THW sah es sogar kurzzeitig nach einer Demontage des HSV aus. Angetrieben von einem starken Filip Jicha und Kreisläufer Marcus Ahlm zogen die Kieler bis auf 12:6 (22.) davon, ehe der HSV besser ins Spiel kam und bis zur Halbzeit auf drei Tore verkürzen konnte.

Im zweiten Durchgang verloren die Kieler überraschend den Faden, und der HSV Hamburg schöpfte neue Hoffnung. Vier Tore in Folge brachten den HSV beim 19:18 erstmals in Führung (40.). Es entwickelte sich das erwartete hektische Spitzenspiel mit ständig wechselnder Führung. Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als Hans Lindberg beim Stand von 28:25 für den THW mit seinem Siebenmeter am Pfosten scheiterte (57.), Momir Ilic auf der anderen Seite aber mit seinem insgesamt zehnten Treffer zum 29:25 (58.) traf. sid