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Vorbereitung auf den Angriff

Homburg. Der FC Homburg wird die aktuelle Saison vermutlich in der vorderen Tabellenhälfte beenden. Aber bereits jetzt wollen die Verantwortlichen die Weichen stellen, um in der neuen Runde ganz oben mitzuspielen. Ralph Tiné

Wohin geht der Weg des Fußball-Regionalligisten FC Homburg ? Wenn Wormatia Worms heute um 19 Uhr im Waldstadion gastiert, geht es für die Grün-Weißen darum, mit einem Sieg einen Platz in der Tabelle vorzurücken. Mit 38 Punkten liegen der sechstplatzierte FCH einen Zähler und einen Platz hinter der Wormatia. Mehr als Platz vier, den der 1. FC Kaiserslautern II mit 42 Punkten belegt, ist für den FCH in dieser Runde aber kaum drin - bei schon 13 Punkten Abstand auf den Tabellendritten SV Elversberg .

Das soll in der nächsten Spielzeit anders werden. "Oben anklopfen" - so lautet die Devise des FCH-Trainers Jens Kiefer für die kommende Saison. Wie realistisch dieses Ziel ist, hängt weitgehend vom finanziellen Spielraum des Vereins ab. Der Vertrag mit dem Homburger Unternehmen und FCH-Hauptsponsor Dr. Theiss Naturwaren läuft nach der Saison aus. Derzeit verhandeln beide Seiten über die Fortführung der Zusammenarbeit. "Wir haben das Bestreben, das Sponsoring auf dem momentanen Niveau zu halten", sagt FCH-Chef Herbert Eder.

Mit einem Budget von etwa zwei Millionen Euro gehört der FCH zwar zu den "reicheren" Vereinen der Liga. Zu den Etats der Topclubs 1. FC Saarbrücken und SVE klafft allerdings eine Lücke. Sollten beide Vereine auch in der nächsten Saison in der Regionalliga spielen und die ebenfalls finanzstarke SG Sonnenhof-Großaspach sowie der FSV Mainz 05 II aus der 3. Liga absteigen, würde den FCH eine enorme Konkurrenz erwarten. "Wir werden nicht um jeden Preis zum Angriff blasen. Weder der Verein noch unsere Sponsoren haben die Intention, für den Erfolg über ein gewisses finanzielles Maß zu gehen", stellt Eder klar.

Ohnehin könne man "mit Geld allein den Aufstieg nicht kaufen", sagt der Homburger Vorstandsvorsitzende. Stattdessen solle die Mannschaft "wachsen". Eder nennt Kickers Offenbach als Beispiel. Mit einem ähnlichen Budget wie der FCH hat der aktuelle Tabellenführer klar die Aufstiegsrelegation im Visier. Grundlage des Offenbacher Erfolgs ist ein Team, das in weiten Teilen schon im zweiten Jahr zusammenspielt. Auch Kiefer, der momentan Vertragsgespräche mit den Spielern führt, setzt auf mannschaftliche Konstanz. "Wir wollen gerne das Gros des Kaders halten", sagt der Trainer, der nur "punktuelle Ergänzungen" anstrebt.

Vor allem in der Offensive wird der FCH nachlegen müssen, da der momentan an einer Sehnenreizung im Knie leidende Top-Stürmer Patrick Schmidt (acht Tore) kaum zu halten sein wird. "Wenn wir eine Chance haben, dann ist sie sehr gering", macht sich Kiefer wenig Hoffnungen auf eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags von Schmidt. Dass sich das Personalkarussell in Homburg erst spät in Gang setzen wird, ist abzusehen. Zum einen weist Kiefer darauf hin, dass viele Spieler erst auf den Markt drängen, wenn sich andere Optionen zerschlagen haben. Zum anderen spielt das Abschneiden des FCH im Saarlandpokal finanziell eine wichtige Rolle. "Da geht es um 150 000 bis 200 000 Euro", sagt Kiefer, der sich nicht nur auf das Spiel heute Abend, sondern auch auf die Auslosung des Halbfinals morgen freut. Neben dem FCH sind auch Ligakonkurrent SV Elversberg sowie die Oberligisten Hertha Wiesbach und SV Saar 05 Saarbrücken noch dabei.