„Von wegen Ruhe“

Der Ausfall von Jeremy Karikari und Florian Pflügler war bekannt, jetzt kommen auch noch Marc Groß und Nico Zimmermann dazu. Trotzdem will die SV Elversberg mit einem positiven Ergebnis in die neue Spielzeit starten.

Gleich zum Auftakt der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest plagen die SV Elversberg Verletzungsprobleme. An diesem Samstag um 14 Uhr empfängt die SVE den Aufsteiger FC Nöttingen. Dabei werden neben dem am Knöchel verletzten Spielmacher Jeremy Karikari auch Innenverteidiger Florian Pflügler (Bänderriss im Sprunggelenk) sowie Außenverteidiger Marc Groß (Knieprellung) und Mittelfeldspieler Nico Zimmermann (Bänderriss im Sprunggelenk) fehlen. Groß und Zimmermann haben sich am vergangenen Mittwoch bei einem Zweikampf im Training verletzt. "Natürlich ist es ärgerlich, dass uns diese vier Spieler nicht zur Verfügung stehen, aber wir sind personell gut aufgestellt und können die Verletzten ersetzen", sieht SVE-Trainer Willi Kronhardt die Situation gelassen.

Für Groß spielt entweder Tobias Feisthammel oder Chris Wolf rechts in der Vierer-Abwehrkette. Die Innenverteidigung bilden Kevin Maek und Timo Wenzel, der in dieser Woche von Trainer Kronhardt erwartungsgemäß zum Kapitän ernannt wurde. Links wird Thomas Birk auflaufen, der eine sehr gute Vorbereitung absolvierte und sich mit seinem starken linken Fuß sogar als Freistoßspezialist entpuppte.

Im Tor steht Morten Jensen, der nach einem Jahr als Nummer zwei endlich die Nummer eins der SVE geworden ist. "Ich freue mich natürlich, dass ich das Vertrauen des Trainers bekommen habe. Nun muss ich Leistung bringen. Allerdings mache ich mich nicht verrückt. Ich weiß, was ich kann", sagt Jensen.

Jensen könnte gegen Nöttingen durchaus einen ruhigen Nachmittag verbringen. Der Aufsteiger wird am Samstag wohl höchste Priorität auf die Defensive legen und versuchen, über gelegentliche Konter zum Erfolg zu kommen. "Von wegen Ruhe", sagt Jensen: "Wir haben Videos von Nöttingen gesehen. Die können richtig gut kicken. Ein ruhiger Nachmittag wird das mit Sicherheit für keinen von uns. Wir müssen 90 Minuten hellwach sein."

Das Vierer-Mittelfeld werden wohl Dominik Rohracker, Christian Eggert, Matthias Cuntz und André Luge bilden. Stürmen werden Mijo Tunjic und Benjamin Förster. "Mein favorisiertes System ist das 4-4-2. Aber wir sind auch in der Lage, andere Systeme zu spielen. Entscheidend wird sein, dass wir die Geduld behalten und uns an die Absprachen halten", sagt Trainer Kronhardt.

Und sollte es aus dem Spiel heraus nicht mit dem ersten Saisontreffer klappen, so sind ja immer noch die brandgefährlichen Standardsituationen da. Mehr als die Hälfte aller SVE-Tore in der Vorbereitung waren nach Freistößen oder Eckbällen gefallen. Vor allem Maek und Wenzel sind die Kopfball-Ungeheuer schlechthin. "Wir haben in der Vorbereitung so viele Standardvarianten einstudiert, die müssten den Spielern normalerweise aus den Ohren kommen", sagt Kronhardt zu einer der größten Waffen seiner Mannschaft.