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Von Bikinis, Rastas und Kopftüchern

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ARRAY(0xa04eb40) FOTO: Robby Lorenz
Rio Grande. Das Schöne an Olympischen Spielen sind ja nicht nur Zeiten und Weiten, sondern auch die Dinge am Rande. Und dabei scheine ich kaum der Einzige zu sein, der nicht ausschließlich auf Zahlen und Medaillen schaut. Es ist zum Beispiel bemerkenswert, dass schon vor Beginn der Spiele die hübsche Überschrift "Kondom-Rekord bei Olympia" zu lesen war. 10 500 Athleten sollen 450 000 kostenlose Kondome bekommen haben. Soso. Stefan Regel

Sogar mit einer Art Ganzkörperkondom liefen zwei Beachvolleyballerinnen auf den Sand des Beachstadions. Gegen das knapp bekleidete deutsche Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst hatten Nada Meawad und Doaa Elghobashy keine Chance. Halbnackt gegen eingepackt: Mit langer Hose, langem Shirt und eine sogar mit Kopftuch bildeten die Ägypterinnen einen interessanten Kontrast zu den hübsch anzuschauenden deutschen Frauen. Nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen des starken Windes griff Tennis-Profi Dustin Brown zu einer spektakulären Kopfbedeckung. Er schaffte es tatsächlich, seine langen Rasta-Locken wie ein echter Rastafari komplett unter eine Art Kopfsocke zu bekommen. Glück brachte die ihm bei seiner Verletzung nicht.


Noch verschleierter als bei den Ägypterinnen geht es bei den Fechtern zu. Beim Kampf von Peter Joppich war zu beobachten, dass die Leuchtdioden in Grün und Rot am Kopf wirklich einen praktischen Fortschritt für TV-Zuschauer darstellen. Auch, wenn es ein bisschen wie bei Star Wars aussah. Seien wir also gespannt, welche spektakulären modischen Beobachtungen es bei Olympia als nächstes gibt.