Vom Platz gefegt

Die Dresden Monarchs sind ihrer Favoritenrolle im Viertelfinale gerecht geworden und haben die Saarland Hurricanes gestern phasenweise überrollt. Dennoch bleibt bei den Canes der Stolz auf eine gute Saison.

Das American-Football-Wunder blieb aus. Die Saarland Hurricanes sind gestern im Viertelfinale der German Football League (GFL) bei den Dresden Monachs ausgeschieden. Die Mannschaft von Cheftrainer Tom Smythe wurde beim 7:43 (0:14, 0:15, 0:7, 7:7 ) vor 2400 Zuschauern im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion zeitweise überrollt. "Wir hatten uns mehr erhofft", sagte Mannschafts-Manager Paul Motzki, "aber Dresden war am Ende das bessere Team."

Die knapp 30 mitgereisten saarländischen Fans erlebten einen fürchterlichen Start in die Partie. Den ersten Angriff der Ostdeutschen brachte Joseph Bergeron in die Endzone der Gäste, den zweiten Touchdown besorgte mit dem zweiten Angriff Donald Russel. Weil auch Kicker Franz Kammel sich die Chancen nicht nehmen ließ, stand es zum Ende des ersten Viertels schon 0:14.

Die Monarchs machten nur wenige Fehler, und die Canes waren einfach nicht in der Lage, diese auszunutzen. Spielmacher Alexander Haupert fand selten Anspielstationen, Kicker Philip Gabel vergab eine Möglichkeit zum Fieldgoal, und auch die Abwehr der Canes bekam kaum Zugriff. Sebastian Sagne tanzte förmlich zum 20:0, Russel rannte Sekunden vor der Pause ganze 58 Yards zum 27:0, Trevar Deed erhöhte mit einer sogenannten "Two-Point-Conversion" zum 29:0-Pausenstand. Die Saarländer waren nur ein Mal dicht vor der Endzone der Gastgeber, schafften dann aber die letzten beiden Yards nicht. "Wir haben den Ball gut bewegt, aber einfach die Punkte nicht gemacht", sagte Haupert, "dennoch haben wir es ordentlich zu Ende gespielt."

Dresden ließ es im zweiten Durchgang im Gefühl des Sieges deutlich langsamer angehen. Spielmacher Brandon Cornette brachte den Ball zwei Mal selbst in die Endzone, ehe die Canes doch noch zu eigenen Zählern kamen. Nach 47 Yards endete der Lauf von Jason Thompson in der Endzone der Monarchs, Kicker Philip Gabel verkürzte auf 7:46. Zu mehr reichte es nicht. "Wenn die erste Enttäuschung über das Ergebnis weg ist, bleibt eins", brachte es Paul Motzki auf den Punkt: "Hinter uns liegt die erfolgreichste Saison überhaupt. Darauf können wir stolz sein."