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Volleyballer nehmen Spitze ins Visier

Volleyballer nehmen Spitze ins Visier

Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft blieb den deutschen Volleyballern keine Zeit für die große Party. Für Bundestrainer Vital Heynen war das Turnier in Ludwigsburg ohnehin nur ein Zwischenschritt.

Verdient gewesen wäre eine angemessene Feier allemal. Aber die zügige Abreise nach der souveränen direkten Qualifikation für die WM in Polen (3. bis 21. September) verdeutlichte: Die drei Qualifikations-Spiele in Ludwigsburg, die das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mit einer makellosen Bilanz gewann, waren kaum mehr als eine Zwischenstation. Im Jahr nach dem sechsten Platz bei der EM will die Mannschaft mehr.

"2013 diente dazu, einige junge Leute zu entwickeln. 2014 ist das Jahr, in dem wir gewinnen wollen", sagte Bundestrainer Vital Heynen, der nach dem 3:0 im letzten Gruppenspiel gegen die Türkei sofort die WM-Vorbereitung einläutete: "Wir wollen mehr als nur überraschen und zeigen, dass wir oben dazu gehören - das war jetzt der Anfang."

Wie weit die Nationalspieler acht Monate vor dem Turnier tatsächlich sind, ließ sich am Wochenende allerdings nur schwer einschätzen. Die Türkei, Kroatien und Estland taugten nur bedingt als sportlicher Gradmesser. Eine verpasste WM wäre daher in jeder Hinsicht eine Katastrophe gewesen, sowohl sportlich als auch im Ringen um die Gunst neuer Fans. An drei Tagen kamen 9373 Zuschauer in die Arena. "Bei den Großereignissen dabei zu sein, ist mittlerweile eine Grundvoraussetzung auf dem Niveau, auf dem wir spielen", betonte Zuspieler Sebastian Kühner. Die deutschen Basketballer und Handballer können davon derzeit nur träumen.

Starspieler Georg Grozer hob Potenzial und Willen des Teams hervor. "Ich hätte nicht gedacht, dass das Turnier so einfach wird", sagte der Diagonalangreifer: "Es steht und fällt nicht mehr nur über mich. Wenn wir als Mannschaft so arbeiten, haben wir schon gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können."