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Volleyball: TV Lebach verliert Heimspiel gegen Umkirch mit 1:3

Fußball : Die Derbysieg-Freude ist schnell erloschen

Nur eine Woche dem 3:0-Triumph in Freisen kassieren Lebachs Drittliga-Volleyballerinnen eine 1:3-Heim-Niederlage gegen Umkirch.

Zwischen Freude und Frust lagen nur sieben Tage: Am 18. Januar war die Stimmung bei den Volleyballerinnen des TV Lebach nach dem 3:0-Sieg im Drittliga-Derby beim SSC Freisen noch prächtig. Am Samstag war sie nach der 1:3-Heimniederlage vor 300 Zuschauern gegen den Tabellennachbarn VfR Umkirch dagegen im Keller.

„Wir haben verdient verloren, weil wir arrogant und hochnäsig aufgetreten sind“, ärgerte sich Trainer Philipp Betz. „Dabei habe ich den Mädels noch extra vor dem Spiel gesagt, dass der Derbysieg uns nur etwas bringt, wenn wir gegen Umkirch nachlegen.“

 Doch schon da musste der 32-Jährige eine gewisse Unkonzentriertheit feststellen. „Ich habe schon in der Kabine gemerkt, dass die Anspannung nicht so groß ist. Als die Mädels gesehen haben, dass beim Gegner die beste Spielerin, Luise Mauersberger, nicht dabei ist, haben sie wohl gedacht, dass sie das Ding locker 3:0 gewinnen.“

Doch auch ohne die ehemalige Bundesliga-Spielerin waren die Gäste jederzeit konkurrenzfähig. Dennoch lag Lebach im ersten Satz mehrmals knapp in Führung. „Da haben wir eigentlich gut gespielt, es aber verpasst, uns in entscheidenden Situationen abzusetzen“, monierte Betz. Das wurde am Ende bestraft. Umkirch drehte das Spiel und holte sich den ersten Satz mit einem knappen 25:23. Auch den zweiten Durchgang entschieden die Baden-Württembergerinnen knapp zu ihren Gunsten (25:22).

Ein richtiger Krimi wurde der dritte Satz: In dem wehrten die Gastgeberinnen zunächst insgesamt drei Matchbälle ab – dann verwandelten sie beim Stand von 28:27 den Satzball zum 29:27. Der Startschuss zu einer Aufholjagd war dies aber nicht.

Im Gegenteil: Lebach war zu Beginn des vierten Satzes nicht auf der Höhe und lag schnell mit 2:7 und wenig später mit 9:14 hinten. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Betz. Den herausgespielten Vorsprung ließ sich Umkirch nicht mehr nehmen. Mit einem 25:19 im vierten Durchgang sicherte sich der VfR den Sieg.

Kleiner Lichtblick beim TV: Cara Deppner kam nach langer Pause wegen einer Kreuzbandverletzung erstmals wieder vor eigenem Publikum zum Einsatz. „Sie hat ihre Sache gut gemacht“, lobte Betz die Außenangreiferin, die auch schon beim Sieg in Freisen ein paar Einsatzminuten hatte. Durch ihre Rückkehr kann Lebach nun mit einem etwas breiteren Kader in die entscheidende Saisonphase gehen.

Dank Hilfe der Konkurrenz verschlechterte sich die Ausgangslage des TV im Kampf um den Ligaverbleib trotz der eigenen Niederlage übrigens nur unwesentlich. Zwar zogen Umkirch und Freisen (3:0 beim Tabellenvorletzten SSC Bad Vilbel) in der Tabelle vorbei. Dort sind die Theelstädterinnen nun Achter. Doch immerhin blieb der Sechs-Punkte-Vorsprung des TV auf die Abstiegsränge bestehen. Dafür sorgten die Niederlage von Bad Vilbel und die überraschende 0:3-Pleite des Tabellendrittletzten VfB Ulm beim bislang sieglosen Schlusslicht TG Mainz-Gonsenheim.

Für Lebach stehen nun zwei extrem wichtige Partien an. Am Sonntag um 15 Uhr ist Mainz-Gonsenheim zu Gast. Eine Woche später spielt der TV in Bad Vilbel. „Da gilt es jetzt, Gas zu geben“, weiß auch Betz.