Volleyball: TV Lebach ist gegen Meister Sinsheim chancenlos

Volleyball : Der Meister war eine Nummer zu groß

Volleyballerinnen des Drittligisten Lebach unterliegen zum Jahresauftakt Meister Sinsheim glatt mit 0:3. Lea Schmitt verletzt sich im Training.

Mit der erhofften Überraschung wurde es nichts: Die Volleyballerinnen des TV Lebach kassierten am Samstag gegen den amtierenden Meister SV Sinsheim (aktuell Tabellendritter) ihre vierte Niederlage in Folge in der 3. Liga Süd. „Ich wusste, dass wir einen Sahnetag brauchen, um Sinsheim schlagen zu können. Den hatten wir aber nicht“, sagte TV-Trainer Philipp Betz. „Wir haben viele Eigenfehler gemacht, vor allem beim Aufschlag. Zudem waren wir im Block nicht präsent genug, um die Angriffe des SV zu entschärfen.“

Von Beginn an lief es für Lebach alles andere als gut. Als Betz im ersten Satz seine erste Auszeit nahm, lagen die Gäste schon klar mit 7:1 vorne. Auch bei seiner zweiten Auszeit war das Ergebnis nicht wirklich erfreulicher: Da hieß es 16:5 für Sinsheim. Wenig später verwandelten die Gäste ihren zweiten Satzball zum 25:15.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielten die Gastgeberinnen besser mit. Nach einem knappen 7:8-Rückstand riss aber erneut der Faden. Sinsheim zog mit fünf Punkten in Serie auf 13:7 davon – und baute diesen Vorsprung bis zum Satz-Ende noch weiter aus (25:16).

Auch im dritten Satz ließ sich das Team aus Baden-Württemberg die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Wie deutlich der Spielverlauf war, ließ sich auch in diesem Durchgang am Zeitpunkt der Auszeiten von Betz festmachen: Die erste nahm der Übungsleiter bei einem 3:9-Rückstand, die zweite beim Spielstand von 12:18. Am Ende hieß es 25:13 für den Meister.

Immerhin gab es für Lebach aber auch ein paar Lichtblicke: Lena Reckstadt, die erstmals auf der Libero-Position eingesetzt wurde, zeigte eine starke Leistung und wurde folgerichtig auch zur Spielerin des Spiels gewählt. „Für sie hat es mich besonders gefreut. Sie hat eine Chance bekommen und genutzt“, lobte Betz. Eine ordentliche Vorstellung zeigte auch die im Spielverlauf eingewechselte Tschechin Lenka Grycova, die trotz einer Schienbein-Prellung auf die Zähne biss.

Lebach fiel durch die Niederlage und den gleichzeitigen Sieg des SSC Freisen (3:0 beim VfR Umkirch) in der Tabelle hinter den SSC auf Rang sieben zurück. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt drei Zähler. Schon am Samstag kann der TV den Saar-Rivalen aus Freisen allerdings wieder überholen. Dann ist Lebach um 20 Uhr zum Derby in der Bruchwaldhalle zu Gast.

Allerdings musste das Team von der Theel vor dem Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen schon eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Am Montag knickte Leistungsträgerin Lea Schmitt im Training um und zog sich vermutlich einen Innen- und Außenbandriss zu.

„Das macht die Aufgabe in Freisen für uns nicht einfacher“, erklärte Betz stöhnend. „Aber vielleicht kommt das Spiel dennoch für uns zur rechten Zeit“, hofft der Übungsleiter. „Im Moment fehlt uns ein wenig die Stimmung auf dem Feld. Im Derby werden aber sicher viele Emotionen zu sehen sein.“