Volleyball: TV Lebach empfängt zum Jahresauftakt Meister SV Sinsheim

Volleyball : „In diese Lage wollen wir nicht kommen“

Volleyball-Drittligist TV Lebach bestreitet an diesem Samstag sein erstes Spiel im neuen Jahr. Ab 19.30 Uhr ist Meister SV Sinsheim zu Gast. Die SZ sprach vor der Partie mit TV-Trainer Philipp Betz über die sportliche Situation.

Herr Betz, nach vier Wochen Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel geht Ihr Team an diesem Samstag erstmals wieder ans Netz. Hat die Erholung in der spielfreien Zeit gut getan?

Philipp Betz Mir persönlich hat die vierwöchige Pause gut getan. Wie das bei der Mannschaft aussieht, werden wir am Samstagabend sehen. Wir haben nach dem letzten Spiel nicht mehr trainiert, um in Ruhe Weihnachten und Neujahr zu feiern. Die erste Einheit im neuen Jahr fand am Montag statt.

Vor dem Beginn der zweiten Saisonhälfte liegt Ihr Team auf Rang sechs. Sind Sie damit zufrieden?

Betz Ich finde, wir haben im Gegensatz zur vergangenen Runde (damals wurde Lebach mit 35 Zählern am Saisonende Vierter, Anm. d. Red.) bislang zu wenig Punkte geholt. Und das, obwohl es möglich war, mehr zu erreichen. Wir hatten spielerisch zu viele Tiefen. Es gab manchmal, auch während einzelner Sätze, Phasen in denen gar nichts ging. Das ist etwas, was mich ärgert. Letzte Saison haben die einzelnen Spielerinnen sehr viel füreinander gekämpft. Das fehlt mir diese Saison. Deshalb befinden wir uns auch im Abstiegskampf.

Sie haben es angesprochen: Trotz Platz sechs beträgt der Vorsprung Ihrer Mannschaft auf den ersten Abstiegsplatz nur drei Punkte. Wie wollen Sie dafür sorgen, dass der Verein nicht um den Ligaverbleib zittern muss?

Betz Wir müssen einfach Gas geben und das zeigen, was wir können. Die jetzt anstehende Partie gegen Sinsheim können wir nutzen, um uns einzuspielen. Denn danach kommen vier ganz entscheidende Spiele in Folge, gegen Teams die hinter uns stehen. Zum Auftakt davon reisen wir zum Derby nach Freisen. Dieses Duell ist immer wichtig, auch für die Psyche. Danach haben wir Heimspiele gegen den VfR Umkirch, der einen Platz hinter uns steht, und gegen den Tabellenletzten TG Mainz-Gonsenheim. Anschließend geht es zum Tabellenvorletzten SSC Bad Vilbel.

Was ist Ihr Ziel für diese Spiele?

Betz Aus diesen vier Spielen müssen wir neun Punkte holen. Ansonsten könnte es schwierig werden, weil wir dann gegen vermeintlich stärkere Gegner wie Offenburg zum Saison-Ende hin unter Druck stehen würden. In diese Lage wollen wir nicht kommen.

Bei Ihrer Mannschaft wollte sich nach dem letzten Spiel im Dezember mit Mittelblockerin Lea Schmitt eine wichtige Spielerin einer Schulter-Operation unterziehen. Wie wollen Sie Schmitt ersetzen?

Betz Ich werde Lea Schmitt durch Lea Schmitt ersetzen. Ihre geplante Operation musste nämlich aus medizinischen Gründen verschoben werden, sodass sie wahrscheinlich doch bis zum Saisonende zur Verfügung steht. Das ist für uns gut, weil sie wichtig für die Mannschaft ist. Zudem ist aktuell mit Lenka Grycova noch eine andere Spielerin auf ihrer Position verletzt. Sie hat sich einen Bluterguss am Schienbein zugezogen.

Noch einmal zurück zum anstehenden Spiel gegen Sinsheim. Gegen den Meister und Tabellendritten ist der TV Lebach in der Außenseiterrolle. Wie kann Ihr Team es trotzdem schaffen zu punkten?

Betz Sinsheim hat vor allem einen sehr guten Angriff. Deshalb brauchen wir gute Angaben, damit dieser nicht ins Rollen kommt. Dazu müssen unser Block und unsere Abwehr passen.