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Volleyball: TV Lebach empfängt den Tabellennachbarn VfR Umkrich

Volleyball : Mit einem Kunst-Stück zum nächsten Sieg?

Die Lebacher Volley- ballerinnen erwarten den Tabellennachbarn Umkirch. Mit dabei ist auch Vanessa Kunst. Obwohl erst 16 Jahre alt, spielt sie schon ihre zweite Saison im Drittliga-Team des TV.

War das die Wende zum Guten? Nach vier Niederlagen in Serie gewannen die Volleyballerinnen des TV Lebach am vergangenen Samstag das Drittliga-Derby beim SSC Freisen mit 3:0. Gemeinsam mit den mitgereisten Fans feierte das Team danach ausgelassen in der Freisener Bruchwaldhalle.

Mitten drin war auch Lebachs Küken Vanessa Kunst. Die Schülerin ist mit gerade mal 16 Jahren die jüngste Akteurin der Mannschaft. Auch sie freute sich riesig über den Erfolg beim Lokalrivalen: „Es war extrem wichtig für uns, dort zu gewinnen. Deshalb sind wir alle sehr erleichtert.“ Die Schülerin, die die zehnte Klasse des Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums besucht, ergänzt: „Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir die beste saarländische Mannschaft in der 3. Liga sind. Das ist uns gelungen. So stark wie in Freisen haben wir schon lange nicht mehr gespielt.“

Kunst hofft, dass die Mannschaft den Schwung vom Derbysieg mit in die beiden kommenden Heimspiele nehmen kann. Mit zwei Siegen vor eigenem Publikum in der Sporthalle an der Dillinger Straße könnte der TV wohl das Abstiegsgespenst endgültig vertreiben. Vor den Partien gegen Tabellennachbar VfR Umkirch (zwei Punkte weniger als Lebach) an diesem Samstag um 19.30 Uhr und der Begegnung am Sonntag, 2. Februar, gegen das sieglose Schlusslicht TG Mainz-Gonsenheim (15 Uhr) ist Lebach Sechster. Der VfB Ulm auf dem ersten Abstiegsplatz hat sechs Zähler weniger als die Theelstädterinnen, aber auch noch eine Partie weniger absolviert.

Kunst spielt trotz ihres jungen Alters schon ihre zweite Saison im Drittliga-Team des TV. Zunächst war sie Außenangreiferin, mittlerweile wurde sie zur Diagonal-Spielerin umgeschult. „Beide Positionen sind ähnlich“, verrät die Schülerin. Beide Spieler sollten sprung- und schlagkräftig sein. „Der Unterschied ist lediglich, dass die Bälle anders gestellt werden.“

Kunst wird beim TV von Trainer Philipp Betz regelmäßig eingewechselt. „Ich bin zufrieden und glücklich, dass der Trainer mir Einsatzzeiten gibt“, erklärt Kunst. „Ich will auch in Zukunft gerne in dieser Mannschaft spielen, vielleicht irgendwann auch mal als Stammspielerin.“

Vor genau zehn Jahren begann die Schülerin beim TV mit dem Sport. „Meine Mutter hat in ihrer Heimat Kasachstan Volleyball gespielt und sie hat gemeint, dass ich es auch mal versuchen soll“, erzählt Kunst. Das tat sie – und es war eine Entscheidung, die die in Deutschland geborene Nachwuchsspielerin nicht bereut hat: Unter der Regie von Trainerin Marion Schwinn stand sie bei etlichen Saarlandmeister-Titeln, die Lebach im Jugendbereich gewann, mit auf dem Feld. Kein Wunder, dass ihr Fazit überaus positiv ist: „Es ist wirklich so, dass man hier hervorragend ausgebildet wird. Man lernt im Training echt viel.“