Volleyball: SSC Freisen mit bitterer Heim-Niederlage gegen VfB Ulm

Volleyball : Freisen klettert trotz Pleite „über den Strich“

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben zum zweiten Mal in Folge eine bittere Niederlage einstecken müssen: 14 Tage nach dem 2:3 gegen den VC Offenburg verlor der Drittligist auch gegen Aufsteiger VfB Ulm mit diesem Ergebnis.

Es war ein Déjà-vu-Erlebnis für die Drittliga-Volleyballerinnen des SSC Freisen: Trotz einer ordentlichen Leistung zog das Team am Samstag vor 150 Zuschauern in der heimischen Bruchwaldhalle gegen den Tabellenvorletzten VfB Ulm ganz knapp mit 2:3 den Kürzeren (25:22, 25:27, 25:22, 19:25 und 12:25). Dasselbe war dem SSC auch schon 14 Tage vorher zu Hause gegen den VC Offenburg passiert. Auch da verlor der Club trotz eines gewonnenen ersten und dritten Satzes mit 2:3.

Immerhin gibt es für eine Niederlage im Tiebreak im Volleyball aber noch einen Zähler. Und so holte Freisen aus den beiden Niederlagen noch zwei Punkte. „Die könnten am Ende ganz wichtig sein“, sagte Trainerin Brigitte Schumacher nach der Partie gegen Ulm.

Wie wichtig ein einziges Pünktchen sein kann, beweist auch der Blick auf die aktuelle Tabelle: Durch den Punkt gegen Ulm kletterte Freisen vom neunten auf den achten Tabellenplatz. Rang neun, auf dem nun der SSC Bad Vilbel (1:3 gegen Offenburg) steht, ist ein Abstiegsplatz, Platz acht dagegen nicht.

Zunächst sah es am Samstag in der Bruchwaldhalle danach aus, als könnte der SSC sogar mehr als einen Zähler ergattern. „Nach dem ersten Satz habe ich gedacht, dass wir 3:0 gewinnen“, gab Schumacher zu. Denn in dem spielte Freisen gegen einen Gegner auf Augenhöhe stark auf.

Doch dann wendete sich das Blatt: Während sich die Gäste im zweiten Durchgang etwas steigerten, schlichen sich bei den Gastgeberinnen, die erstmals nach einer Verletzungspause wieder auf Libera Chantal Gelzleichter zurückgreifen konnten, zunehmend Fehler ein. Die Folge: Ulm schaffte in einem ganz engen Durchgang mit einem 27:25 den Satzausgleich.

Freisen hatte zuvor zunächst einen Satzball des VfB abgewehrt und danach selbst einen nicht nutzen können. „Das war der Knackpunkt“, fand Schumacher. „Wenn wir den zweiten Satz gewonnen hätten, wäre es ein 3:0 geworden.“

Zwar gewann ihre Mannschaft Satz drei, doch die beiden folgenden Durchgänge gingen an die Baden-Württembergerinnen. Auch, weil Freisen an diesem Abend einfach eine Menge Pech hatte: „In entscheidenden Phasen sind bei Ulm beispielsweise gleich fünf Aufschläge als Netzroller übers Netz gegangen. Zudem hatte der VfB noch bei einigen Blockaktionen Glück gehabt“, erklärte Schumacher kopfschüttelnd.

Freisen reist nun am kommenden Samstag zum letzten Auswärtsspiel des Jahres nach Baden-Württemberg. Um 19.30 Uhr sind die Nordsaarländerinnen beim Tabellenvierten SV Karlsruhe-Beiertheim zu Gast. Eine Woche danach empfängt das Team dann um 18.30 Uhr Tabellenschlusslicht TG Mainz-Gonsenheim zum letzten Spiel des Jahres. Spätestens in dieser Partie soll es für den SSC wieder mehr als einen Zähler geben.

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