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Volleyball: Philipp Sigmund wird der neue Zuspieler beim TV Bliesen

Volleyball : Vom Bodensee an den Bostalsee

Mit Hochdruck bastelt Volleyball-Drittligist Bliesen derzeit am Kader für die im September beginnende Saison. Nach dem Weggang von Ryan Kenny ist der Club bei der Suche nach einem Zuspieler fündig geworden. Doch es gibt noch Baustellen.

Volleyball-Drittligist TV Bliesen darf in der kommenden Saison auf die Dienste von Zuspieler Philipp Sigmund setzen. Der 26-jährige Spielgestalter aus Konstanz wird künftig im Angriffsspiel der Saarländer die Bälle verteilen.

„Ich hoffe, dass wir in der kommenden Saison alles aus uns herausholen können und unsere bestmögliche Leistung zeigen“, so Sigmund, der auch schon in der Schweizer Liga und beim VfB Friedrichshafen aktiv war. Zuletzt war Sigmund Kapitän beim Bliesener Ligakonkurrenten USC Konstanz.

Ein beruflicher Wechsel machte den Transfer erst möglich. Der Neuzugang arbeitet seit Anfang des Jahres als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern – und hat nach längerem Kontakt und ein paar Probetrainings nun seine Zusage gegeben. „Philipp ist mit all seiner Erfahrung für uns ein Gewinn“, sagt der sportliche Leiter Gerd Rauch.

„Ich ziehe gerne die Fäden im Spiel, lasse mich aber auch von meinem Team mitreißen“, beschreibt der aus Eberbach stammende Doktorand. Vor allem aber sei es ihm wichtig, seine Mitspieler „bestmöglich in Szene zu setzen.“

Sein ganz persönlicher Reiz am Volleyball sei für ihn dabei vor allem das Spiel im Kopf – und die hohe Geschwindigkeit. Beides scheint er mehr als nur zu beherrschen. Schweizer Meister, deutscher Jugendmeister, Bronze bei den Hochschul-Europameisterschaften – von solchen Erfolgen träumt ein saarländischer Volleyballer im Normalfall nur.

Nach dem Weggang von Ryan Kenny ist der 1,95 Meter große Sigmund derzeit der einzige Zuspieler im Team von Trainer Michael Hefter. Denn Nachwuchsspieler Till Hoffmann (20) verstärkt nach zwei Jahren in Bliesen wieder seinen Heimatverein in Wiesbach und wird künftig in der Oberliga auflaufen. Ebenfalls verabschieden müssen sich die Fans von Mittelblocker Lukas Kaiser. Der Routinier auf der Mittelblockposition wird wegen seiner beruflichen Verpflichtungen und der neuen Rolle als Familienvater künftig kürzertreten und nicht mehr in der dritten Liga auflaufen.

Kaiser hatte in den vergangenen zehn Jahren großen Anteil am Bliesener Erfolg und wird nach Ansicht des sportlichen Leiters schwer zu ersetzen sein. Daher laufen die Planungen und Gespräche derweil noch auf Hochtouren – die kommenden Wochen sollen Klarheit bringen. „Die Fans dürfen sich in Sachen Neuzugänge wohl auch über bekannte Gesichter freuen“, verrät Gerd Rauch. Bis zum ersten Spiel bleibt dann auch für Philipp Sigmund Zeit für die Eingewöhnung – Saisonauftakt in der Dritten Liga ist Ende September.