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Volleyball: Für Bliesen ist Titel jetzt zum Greifen nah

Volleyball : Der Titel ist jetzt zum Greifen nah

Die Volleyballer des TV Bliesen haben am Samstag einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft in der 3. Liga erreicht: Der Spitzenreiter gewann das Top-Spiel gegen den bisherigen Tabellendritten Ludwigsburg 3:1.

So etwas nennt man wohl einen perfekten Tag: Am Samstag hatten die Volleyballer des TV Bliesen gleich dreifachen Grund zur Freude. Zunächst sicherte sich die zweite Mannschaft des Clubs am Nachmittag durch zwei Siege die Meisterschaft in der Verbandsliga – und damit den Aufstieg in die Oberliga.

In der Pause der Drittliga-Partie des Clubs am Abend gegen den MTV Ludwigsburg wurde dem Verein von Horst Bartsch, Präsident des Saarländischen Volleyball-Verbands, die Anerkennungsurkunde als Nachwuchsleistungszentrum überreicht. Und wenig später jubelte das Drittliga-Team vor 500 Zuschauern im vollbesetzten St. Wendeler Sportzentrum über einen 3:1-Erfolg im Top-Duell gegen den bisherigen Tabellendritten MTV Ludwigsburg – und damit über einen Meilenstein auf dem Weg zum Gewinn der Meisterschaft.

Fünf Spieltage vor dem Saison-Ende hat der TV Bliesen zwölf Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten TSG Blankenloch. Auf den Tabellendritten SV Fellbach sind es sogar schon 15 Zähler. Allerdings hat die Konkurrenz weniger Begegnungen absolviert, was die Lage etwas unübersichtlich macht. „Ich habe dem Team gesagt, dass ich der einzige bin, der rechnen darf“, erklärte Bliesens Trainer Philipp Sigmund nach dem elften Sieg in Serie unter seiner Regie grinsend.

Sicher werden aber auch seine Akteure wissen, dass der Titel jetzt zum Greifen nah ist. Gewinnt Bliesen am Samstag um 20 Uhr sein nächstes Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht TV Feldkirchen, könnten die Nordsaarländer bereits am 15. Februar mit einem weiteren Erfolg bei der TSG Blankenloch den Sack zumachen.

Kapitän Markus „Max“ Jungmann wollte von einer Vorentscheidung im Titelrennen aber noch nichts wissen. „Wir müssen weiter arbeiten“, fordert Bliesens Leistungsträger. „Insbesondere in Blankenloch wird es extrem schwer. Wir wissen nicht so recht, was uns dort erwartet, weil sie im Hinspiel gegen uns nicht in Bestbesetzung angetreten sind.“

Ein hartes Stück Arbeit musste seine Mannschaft auch gegen Ludwigsburg bewältigen. „Es war kein Selbstläufer, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir hier verlieren können“, meinte Jungmann. Das lag vor allem auch am Kapitän, der eine ganze Reihe von harten Schmetterbällen ins gegnerische Feld setzte. Ebenfalls überzeugen konnte der Luxemburger Maurice van Landeghem, der nach der Partie zum „Man oft he match“, gewählt wurde.

Dass es für den Spitzenreiter gegen Ludwigsburg nicht ganz so einfach werden würde, wie in vielen Begegnungen zuvor, war früh abzusehen. Die Gäste kamen besser in die Partie und führten nach den ersten Ballwechseln mit 9:6. Bliesens Trainer Sigmund war sichtlich unzufrieden und nahm seine erste Auszeit. Danach steigerte sich der Spitzenreiter und gewann den Satz mit 25:20. In Durchgang zwei hatte der Primus dann von Beginn an alles im Griff und gewann mit 25:19.

Alles sah nach einem weiteren 3:0-Erfolg für das Sigmund-Team aus, doch Ludwigsburg gab noch nicht auf – und bei den Gastgebern ließ nach der Zehn-Minuten-Pause etwas die Konzentration nach. Die Folge: Satz drei ging knapp mit 25:23 an die Gäste. Danach dominierte aber wieder Bliesen – und sicherte sich mit einem 25:16 im vierten Satz den Sieg – und den Meilenstein auf dem Weg zum Titel.