Volleyball: Drei Punkte für Lebach zum Start in dritte Drittliga-Saison

Volleyball : Drei Punkte zum Start ins dritte Drittliga-Jahr

Perfekter Saisonauftakt für die Volleyballerinnen des TV Lebach: Der Drittligist setzte sich am Samstag in seinem ersten Spiel der neuen Runde gegen Aufsteiger VfB Ulm durch. 425 Zuschauer sahen den klaren Heimerfolg.

Nur 83 Minuten brauchten die Volleyballerinnen des TV Lebach, um einen perfekten Start in die neue Saison der 3. Liga Süd hinzulegen. Nach weniger als einer anderthalben Stunde Spielzeit hatte das Team den Liganeuling VfB Ulm in der Sporthalle an der Dillinger Straße mit 3:0 bezwungen (25:20, 25:20, 25:19).

„Die Freude bei uns allen ist sehr groß“, erklärte Lebachs Angreiferin Mira Bohlen (17). „Zumal wir Ulm ja noch nicht kannten und deshalb nicht wussten, was auf uns zukommt.“ Nicht nur spektakuläre Punktgewinne von Bohlen freuten ihren Trainer Philipp Betz: „Mira hat vor allem nach hinten gut gearbeitet. Und das, obwohl sie ja immer noch sehr jung ist“, lobte der Übungsleiter.

Auch für den Rest des Teams gab es ein Lob vom 31-Jährigen: „Ich bin zufrieden. Wir haben die ersten drei Punkte für unser Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen, eingefahren“, urteilte Betz. „Zudem habe ich Erkenntnisse gewonnen, was schon gut läuft und wo wir noch dran arbeiten müssen.“

Einverstanden war der Übungsleiter bei seiner Mannschaft vor allem mit dem Block und dem Abwehrverhalten. „Das hatten wir auch extrem trainiert, und das hat nach Anfangsschwierigkeiten schon gut funktioniert“, freute sich Betz. „Was wir aber definitiv noch verbessern können, sind die Angaben und der erste Pass. Der kam noch zu oft nicht dahin, wo ich ihn haben will.“ Sein Gesamtfazit: „Wir waren heute vielleicht bei 80 Prozent von dem, was wir vergangene Saison gezeigt haben.“

Aber auch diese 80 Prozent reichten, um den Neuling klar zu bezwingen. Dabei hatte der Aufsteiger zunächst noch gut in die Partie gefunden. 12:7 führten die Gäste im ersten Satz, ehe Lebach ins Rollen kam. Nach einer guten Aufschlagserie von Zuspielerin Anita Betz glich der TVL zunächst zum 12:12 aus und ging dann sogar mit 13:12 in Führung. Anita Betz ist übrigens kein Neuzugang des Drittligisten, sondern hieß bis zur Sommerpause Anita Nawrath, ehe sie Trainer Philipp Betz geheiratet hat.

Anschließend dominierte Lebach das Geschehen. Der erste Satz ging mit 25:20 an die Gastgeberinnen, ebenso der zweite Durchgang. Auch im dritten Satz ließ der TVL nichts mehr anbrennen. Unter dem Jubel der 425 Zuschauer in der Sporthalle an der Dillinger Straße verwandelte Bohlen mit einem Ass den ersten Matchball zum 25:19 für Lebach.

Nach der Partie wurde Lebachs Rückkehrerin Elena Weißhaar von Gäste-Trainer Rainer Eichhorn zur Spielerin des Spiels gekürt. „Ich habe zu Beginn des zweiten Satzes meinen Mädels gesagt, dass sie nicht mehr auf die Lebacher Libera aufschlagen sollen. Das sagt eigentlich alles über ihre Leistung“, erklärte Eichhorn. Beeindruckt zeigte sich der Ulmer Übungsleiter nicht nur von Weißhaar, sondern auch von der Kulisse. „Wenn das in der 3. Liga immer so ist, dann ist der Volleyball-Sport auf einem guten Weg“, so sein Fazit.

Lebach konnte trotz des klaren Sieges übrigens nicht die Tabellenspitze übernehmen, weil der amtierende Meister SV Sinsheim die TG Mainz-Gonsenheim noch deutlicher siegte.Der TVL ist nun am kommenden Samstag um 19.30 Uhr bei Vizemeister SV Karlsruhe-Beiertheim zu Gast. Eine harte Nuss für die Theelstädterinnen. „Ich denke, dass auch diese Saison Karlsruhe und Sinsheim wieder an der Spitze einsam ihre Kreise ziehen werden“, sagt Betz. Die Auswärtsaufgabe wird für den TV noch durch einen schwerwiegenden Ausfall erschwert: Anita Betz steht für die Partie aus privaten Gründen nicht zur Verfügung.

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