Volleyball Lebach lässt sich nicht aus der Bahn werfen

Lebach · Kleine Rückschläge brachten die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Lebach am Samstag gegen den SSC Bad Vilbel nicht aus dem Konzept: Obwohl sie in allen drei Sätzen einem Rückstand hinterherliefen, kamen sie zu einem 3:0-Erfolg.

 Mira Bohlen (Mitte) hat den Ball in den Block von Bad Vilbel geschlagen, von dort fliegt er ins Seiten-Aus. Bohlen sicherte ihrem Team im dritten Satz mit fünf Punkten am Stück den Sieg.  Foto: Kerosino

Mira Bohlen (Mitte) hat den Ball in den Block von Bad Vilbel geschlagen, von dort fliegt er ins Seiten-Aus. Bohlen sicherte ihrem Team im dritten Satz mit fünf Punkten am Stück den Sieg. Foto: Kerosino

Foto: Thiel Achim/Achim Thiel

„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, lautet ein altes Sprichwort. Und das wäre auch eine gute Beschreibung für das Spiel der Volleyballerinnen des Drittligisten TV Lebach am Samstag gegen den Drittletzten der Liga, den SSC Bad Vilbel.

 „Die Vorgabe war, drei Punkte zu holen. Die haben wir umgesetzt“, meinte TV-Trainer Philipp Betz nach dem Erfolg vor 250 Zuschauern in der Lebacher Sporthalle an der Dillinger Straße. „Ansonsten gab es für mich aber nicht viel Positives“, ergänzte der Übungsleiter, der trotz des Sieges nur mäßig angetan von der Leistung seines Teams war.

„Uns fehlt momentan ein wenig die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen, das uns gegen Ende der vergangenen Saison ausgezeichnet hat. Wir machen viele einfache Fehler, gerade bei den Angaben. Und diese Fehler werfen uns immer wieder ein klein wenig zurück“, monierte der 31-Jährige.

Bei näherer Betrachtung lassen sich aber neben dem Gewinn der drei Punkte doch noch einige positive Aspekte finden. Zum einen: Lebach ist nach dem Heimsieg Tabellenvierter und damit weiter auf dem besten Weg, das angestrebte Ziel „Ligaverbleib“ sorgenfrei zu erreichen. Zum anderen: Gegen Bad Vilbel ließen sich die Theelstädterinnen auch von den kleineren Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen.

Denn in allen drei Sätzen gewann der TV, obwohl er einen Rückstand aufholen musste. Im ersten Satz nahm Betz beim Spielstand von 6:8 eine Auszeit, um erste Korrekturen vorzunehmen – mit Erfolg. Lebach machte danach fünf Punkte in Serie und führte nur wenige Minuten später mit 11:8.

Doch der Durchgang blieb weiter eng. Als der Übungsleiter seine zweite Auszeit nahm, hieß es 16:15 für die Gäste. Bis zum 18:17 hatte Bad Vilbel die Nase vorn, dann drehten aber wieder die Hausherrinnen auf. Sie holten sich den ersten Durchgang mit 25:22. „Der Satz war ausgeglichen, zum Glück sind wir am Schluss weggezogen“, freute sich Betz.

Auch im zweiten Durchgang rüttelte erst eine Auszeit des Trainers das Team wach. Diese nahm der 31-Jährige beim Spielstand von 2:6. Wenige Minuten später hatte Lebach aus diesem Rückstand eine 12:9-Führung gemacht. Wie schon in Satz eins war dies aber noch keine Vorentscheidung. Bad Vilbel glich zum 17:17 aus – und es war wieder Hochspannung angesagt. Einige Ballwechsel später konnte der TV-Anhang dann durchpusten: Auch der zweite Satz wurde knapp gewonnen – und zwar mit 25:23.

Mit demselben Ergebnis holte sich Lebach dann auch den dritten Durchgang – und das, obwohl das Team dort mit 20:23 zurücklag. „Da habe ich mich eigentlich gedanklich schon mit der Aufstellung für den vierten Satz beschäftigt“, gab Betz zu. Aber dann gelangen seinem Team – auch dank einer starken Aufschlagserie von Mira Bohlen fünf Punkte in Folge – und der „Arbeitssieg“ gegen den Abstiegskandidaten war eingetütet.

Der TV hat nun drei Wochen lang spielfrei. Am 30. November empfängt Lebach dann um 19.30 Uhr den TSV Stuttgart zum letzten Heimspiel des Jahres. Danach sind die Theelstädterinnen vor der Spielpause über den Jahreswechsel beim letztjährigen Zweitligisten VC Offenburg (7. Dezember) und bei Tabellenführer TG Bad Soden (15. Dezember) zu Gast.

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