Volleyball 3.Liga: Lebach feiert klaren Derbysieg gegen Freisen

Volleyball : Frust nach Niederlage beim Erzrivalen

Volleyballerinnen des SSC Freisen unterliegen in Lebach mit 1:3. Kolb springt auf der Libero-Position ein.

Als es drauf ankam, kamen die Angaben der Lebacher Volleyball-Damen präzise und messerscharf. Am Samstagabend um 21.10 Uhr hatte es kurz zuvor jedoch so ausgesehen, als könnte das Derby der 3. Liga zwischen den Volleyballerinnen des TV Lebach und des SSC Freisen noch einmal zu Gunsten der Gäste kippen. Dabei hatte Lebach das Aufeinandertreffen vor 600 Zuschauern zunächst dominiert: Die Gastgeberinnen hatten die beiden ersten Sätze klar mit 25:19 gewonnen, doch dann gab es einen Bruch in ihrem Spiel. Freisen nutzte dies und gewann den dritten Satz 25:20. Im vierten Satz holten die Gäste einen 1:6-Rückstand auf und glichen zum 11:11 aus.

Lebachs Trainer Philipp Betz schien zu ahnen, dass die Partie jetzt in eine entscheidende Phase ging – und nahm eine Auszeit. Mit Erfolg: Denn danach feuerte der TV den Gästen plötzlich die Angaben nur so um die Ohren. Starke Aufschläge von Mira Bohlen, Linda Kutsch und Svenja Zapp konnten vom SSC zumeist nicht – oder nur mit großen Schwierigkeiten – abgewehrt werden. Die Folge: Nur sieben Minuten nach der Auszeit hatte Lebach beim Stand von 24:15 mehrere Matchbälle.

Gleich den ersten nutzte Lebach. Damit zufrieden war TV-Trainer Betz: „Mit jetzt acht Punkten aus fünf Spielen sind wir voll im Soll“, sagte der 31-Jährige sichtlich erfreut.

Nach der Begegnung gab es für den TV Lebach nicht nur Applaus von den Zuschauerrängen, sondern auch noch eine Auszeichnung durch Horst Bartsch, den Präsidenten des Saarländischen Volleyballverbandes (SVV). Der ehrte allerdings nicht das Drittliga-Team, sondern die Nachwuchsabteilung des Clubs. Die hatte in der vergangenen Saison in allen Altersklassen im weiblichen Bereich den Saarlandmeistertitel geholt. „Das hat es in unserem Verband noch nie gegeben“, erklärte Bartsch.

Während Lebach feierte, saßen die Spielerinnen des SSC Freisen ein paar Meter weiter enttäuscht auf ihrer Bank. Der Frust über die Niederlage gegen den Lokalrivalen war groß: „Da wir einige Ausfälle hatten, hätten bei uns heute alle an einem Strang ziehen müssen. Das habe ich nicht immer gesehen“, erklärte Trainerin Brigitte Schumacher kopfschüttelnd.

Zum Umstellen waren die Nordsaarländerinnen vor allem auf der Libero-Position gezwungen: Denn neben der schon länger fehlenden Nadja Schmitt (Bänderriss) musste auch Chantal Gelzleichter absagen. Sie lag mit Fieber im Bett. „Das war schon eine große Beeinträchtigung für uns“, fand Schumacher. Da beide etatmäßigen Libera nicht dabei waren, übernahm Tine Kolb, die eigentlich Diagonalspielerin ist, diese wichtige Position. Dabei war die 27-Jährige alles andere als im Vollbesitz ihrer Kräfte. Kolb hatte unter der Woche ebenfalls mit einer fiebrigen Erkältung zu kämpfen, erklärte sich aber bereit, in der wichtigen Partie auf die Zähne zu beißen.

Sowohl Lebach als auch Freisen haben am kommenden Wochenende spielfrei. Der SSC bestreitet seine nächste Partie am Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr, zu Hause gegen Bad Vilbel.