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Volleyball, 3. Liga: TV Bliesen besiegt den TSV Stuttgart mit 3:0

Volleyball : Rückkehrer bringen die Halle zum Beben

Die Volleyballer des TV Bliesen sind mit einem 3:0-Sieg gegen den TSV Stuttgart perfekt in die neue Saison der 3. Liga Süd gestartet. Vor 400 Zuschauern trumpften dabei vor allem die Rückkehrer Max Jungmann und Steve Weber groß auf.

Die Volleyballer des TV Bliesen schmetterten im ersten Heimspiel der neuen Drittliga-Saison beim klaren 3:0-Heimsieg gegen den TSV Stuttgart aus allen Lagen. Beispiele gefällig? Im dritten Satz steigt Rückkehrer Steve Weber auf der linken Seite am Netz hoch und bugsiert den Ball zum 13:10 ins gegnerische Feld. Nur Augenblicke später taucht der Luxemburger auf der rechten Seite vorne auf und lässt das Leder elegant am Block vorbei zum 14:10 Richtung Boden gehen. Szenen wie diese sorgten dafür, dass Weber wenig später auch zum besten Spieler der Partie gekürt wurde.

Einige Minuten nach Webers Punkten – Stuttgart ist mittlerweile auf 14:15 herangekommen – hat der zweite Rückkehrer des TV Bliesen, Markus „Max“ Jungmann, seinen großen Auftritt. Und auch er macht es spektakulär. Aus der Mitte des Feldes holt der 30-Jährige nach einem nicht optimalen Zuspiel aus – und drischt den Ball wuchtig zum 16:14 übers Netz. Ein ganz wichtiger Schlag des Kapitäns. Das fand auch TV-Trainer Michael Hefter. „Wenn der nicht geht – und es 15:15 steht, kann es wieder eng werden“, urteilte der Übungsleiter. „Da hat Max seine Klasse gezeigt.“ Bliesen holte sich den dritten Satz schließlich mit 25:19.

Da der TVB die beiden Sätze zuvor schon mit jeweils 25:18 gewonnen hatte, stand bei der Saison-Premiere des neu formierten Teams am Ende ein deutlicher 3:0-Sieg zu Buche. Sehr zur Freude von Jungmann. Denn für ihn war es nach zwei Jahren (bei Zweitligist TG Rüsselsheim II) eine perfekte Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte: „Ich freue mich, wieder hier zu sein“, erklärte der Außenangreifer. „Vor so einer Kulisse macht es natürlich Spaß – und ich habe jetzt nach den Spielen nur noch zwei Minuten Heimweg“, erklärte der gebürtige Saarlouiser, der mittlerweile in St. Wendel lebt.

Und was sind für ihn die größten Unterschiede zwischen der 2. und der 3. Liga? „Es war heute alles gefühlt doch etwas langsamer“, antwortete Jungmann auf die Frage. Dann ergänzte der 30-Jährige lachend: „Da ich mittlerweile nicht mehr der Jüngste bin, ist das aber auch nicht so schlecht für mich.“

Ein Lächeln hatte auch sein Trainer nach dem Auftaktsieg im Gesicht: „Die Jungs haben das richtig gut gemacht“, lobte Hefter – auch wenn er noch ein wenig Luft nach oben sieht: „Wir haben heute vielleicht 80 Prozent von dem abgerufen, was wir leisten können.“

Neben Jungmann und Weber stand mit Tim Konrad, der von der DJK Rastpfuhl kam, noch ein dritter Rückkehrer auf dem Feld. Zudem setzte Hefter mit Libero Sandy Schuhmacher die einzig verbliebene Stammkraft der vergangenen Spielzeit ein.

So kamen nur drei der zahlreichen „waschechten“ Neuzugänge des Clubs zu ihrem Debüt: Auf der Zuspieler-Position gab der Trainer dem Kanadier Joshua Lynch den Vorzug vor dem aus Konstanz gekommenen Philipp Siegmund. Daneben standen noch der Amerikaner David Hancook und der Luxemburger Maurice van Landeghem auf dem Feld. Die anderen Neuzugänge des TV kamen noch nicht zum Einsatz.

Für den TV Bliesen geht es nun mit drei Auswärts-Partien in Serie weiter. Die erste davon könnte gleich eine ganz harte Nuss werden: Am Samstag um 20 Uhr sind die Nordsaarländer bei Zweitliga-Absteiger SV Fellbach zu Gast. „Das wird eine deutlich schwerere Aufgabe als gegen Stuttgart“, ist sich Hefter sich. Das nächste Heimspiel seiner Mannschaft steigt erst in mehr als vier Wochen: Am 9. November kommt die TSG Blankenloch ins St. Wendeler Sportzentrum.

Mit dabei sein wird dann auf Seiten der Gastgeber Mittelblocker Lyndon Varga: Der Kanadier wurde vergangene Woche kurzfristig verpflichtet, weil nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Danny Haben (Knorpelschaden im Knie) auf dieser Position ein Spieler fehlt. Varga stand auch gegen Stuttgart bereits im Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz, weil er erst eine Trainingseinheit mit dem Team absolviert hat.