Volleyball, 3. Liga: Freisen am Samstag mit Heimspiel gegen Bad Vilbel

Volleyball : Kolb ist die „Allzweckwaffe“ des SSC Freisen

Nach zwei Niederlagen in Folge möchten die Drittliga-Volleyballerinnen des SSC Freisen wieder in die Erfolgsspur zurück.

Eigentlich ist Tine Kolb vom Volleyball-Drittligisten SSC Freisen Diagonal-Spielerin. Eigentlich. Denn die 27-jährige Studentin ist flexibel einsetzbar und damit so etwas wie Freisens „Allzweckwaffe“. Ob als Zuspielern, in der Annahme oder wie zuletzt vor 14 Tagen bei der 1:3-Niederlage im Derby beim TV Lebach als Libera: Kolb wird überall eingesetzt, wo es personell brennt.

„Tatsächlich habe ich in den vergangenen 20 Jahren schon auf allen Positionen auf dem Feld gestanden“, sagt Kolb und lacht. „Aber ich habe keine Ahnung, ob das jetzt so ungewöhnlich ist.“ Trotz aller Flexibilität freut sich Kolb jedoch, wenn sie auf ihrer angestammten Diagonal-Position ans Netz gehen kann. Und das wird an diesem Samstag um 20 Uhr im Heimspiel gegen den SSC Bad Vilbel wohl wieder der Fall sein.

Zwar fällt mit Chantal Gelzleichter eine der beiden Liberas des Drittligisten wohl erneut wegen einer Erkrankung aus. Dafür ist aber Nadja Schmitt nach überstandener Bänderverletzung wieder einsetzbar. „Nadja hat diese Woche trainiert. Und ich glaube auch, dass sie wieder spielen kann“, berichtet Kolb.

Für den SSC wäre dies wichtig, denn die Partie gegen Bad Vilbel könnte richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein. Gewinnt Freisen, würde der momentane Tabellenachte den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle schaffen. Verliert das Team von Trainerin Brigitte Schumacher, würde es von Bad Vilbel überholt werden – und auf den drittletzten Platz abrutschen. „Wir sind uns dieser Situation bewusst“, sagt Kolb.

Dass der Saisonstart mit vier Punkten aus fünf Begegnungen eher mäßig ausfiel, macht der 27-Jährigen aber noch keine Sorgen. „Mit Sinsheim, Umkirch und Lebach hatten wir auch schon drei starke Gegner“, erklärt die Studentin. „Und wir wissen, was wir können, schließlich haben wir ja nicht umsonst den Saarlandpokal gewonnen.“ Im Finale besiegte der SSC da Zweitligist TV Holz mit 3:1 (wir berichteten).

Wenn das Team an die Leistung aus dieser Partie anknüpft, sollte ein Sieg gegen Bad Vilbel drin sein. Für den SSC ist das Duell gegen den Tabellen-Drittletzten übrigens das erste von vier Heimspielen in Serie: Am Samstag, 9. November, empfängt Freisen um 20 Uhr den Tabellen-Sechsten TSV Stuttgart. Eine Woche danach ist der VC Offenburg, der sein Team vergangene Saison freiwillig aus der 2. Liga zurückgezogen hat, um 18.30 Uhr in der Bruchwaldhalle zu Gast. Am 30. November empfängt das Team schließlich noch den bislang punktlosen Aufsteiger VfB Ulm (Spielbeginn: 20 Uhr).

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