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Völklingens Nichtaufstieg löst Kettenreaktion aus

Fußball : Völklingens Nichtaufstieg löst Kettenreaktion aus

Die Relegationsspiele unter der Woche haben noch einmal für große Bewegung in Sachen Auf- und Abstieg gesorgt. 78 Minuten lang stand es im Regionalliga-Aufstiegsspiel zwischen dem FC Bayern Alzenau und den Stuttgarter Kickers 0:0. Bei diesem Ergebnis wäre Röchling Völklingen aufgestiegen – und vielen Saar-Clubs wäre Leid erspart geblieben.

Als dann Alzenaus Hedon Selishta per Elfmeter das 1:0 erzielte, flossen im Saarland viele Tränen. Am Ende gab es ein 1:1, was Alzenau aufgrund der Auswärtstorregel zum Aufstieg langte. Dieser wurde allerdings nicht auf der eigenen Anlage bis in den nächsten Tag hinein gefeiert. So buchten die Spieler spontan um 1 Uhr einen Mallorca-Flug und hoben bereits um 4.19 Uhr in Richtung Balearen ab.

Röchlings Scheitern in der Aufstiegsrelegation hatte für viele saarländische Mannschaften fatale Folgen. Der bisherige Oberligist FSV Jägersburg ist nun Saarlandligist. Der SV Rohrbach muss aus der Saarlandliga in die Verbandsliga Nordost runter. Und die SF Rehlingen-Fremersdorf bleiben nur in der Saarlandliga drin, wenn der Vize-Meister SF Köllerbach in die Oberliga aufsteigt. Falls Rehlingen-Fremersdorf nicht aus der Saarlandliga absteigt, bleibt Bous in der Verbandsliga Südwest. Ganz böse verlief es für die Nord-Landesligisten: Holz-Wahlschied muss nach Überroths Niederlage gegen Hangard und dem Relegationssieg von Humes als Viertletzter absteigen. Die SpVgg. Einöd-Ingweiler muss sich aus der Verbandsliga Nordost verabschieden. Der Tabellendritte aus der Bezirksliga Homburg, der FV Biesingen, darf nun nicht in die Landesliga Ost aufsteigen. Dagegen war der SV Reiskirchen als Vize-Meister direkt dorthin aufgestiegen (die SZ berichtete).

In der Bezirksliga Neunkirchen kommt es zur SG zwischen dem SV Hirzweiler-Welschbach und dem SV Stennweiler. Damit muss Stennweiler die Bezirksliga Neunkirchen verlassen und wird durch die neue SG ersetzt. Der letzte freie Platz geht an die SG Schiffweiler-Landsweiler-Reden II. Und die SG Linxweiler muss sich aus der Bezirksliga St. Wendel verabschieden. In der Bezirksliga Homburg geht der A Saarpfalz-Meister SpVgg. Einöd-Ingweiler II an den Start. Der geplante Aufstiegsverzicht ist hinfällig, da die Frist dafür nicht eingehalten wurde. Der TuS Rentrisch hat nach der Niederlage der SG Ommersheim-Erfweiler-Ehlingen gegen Niederkirchen den dritten Abstieg in Serie gerade noch vermieden. „Natürlich hatten wir noch einmal gehofft, nachdem es in Alzenau so lange 0:0 stand. Vor dem Spiel war allerdings die Hoffnung nur noch schwindend gering gewesen, da uns ja nur ein 0:0 geholfen hätte“, meint Jägersburgs Vorsitzender Martin Germann und ergänzt: „Wir wollen in der Saarlandliga oben mitspielen – ob uns das gelingt, muss aber zunächst noch abgewartet werden.“

Beim SV Rohrbach hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, da einfach zu viele Eventualitäten für den Ligaverbleib hätten eintreffen müssen. „Man kann auch ein bisschen mit Glück gesegnet werden. Ich denke aber, das hier wäre zu viel des Guten gewesen. Da mussten ja fünf Konstellationen eintreffen, um das überhaupt möglich zu machen“, sagt Rohrbachs Spielausschuss-Vorsitzender Renzo Ortoleva. Aufgrund der Abgänge wäre es für den SVR in der kommenden Saison noch schwerer geworden, den Ligaverbleib in der Saarlandliga zu realisieren. Einöds Trainer Almir Delic spricht von einem „bitteren Abstieg“. Man hätte sich nun geschworen, in der nächsten Runde wieder voll anzugreifen. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Es gibt nur ein Ziel - und das ist der der direkte Wiederufstieg“, betont Delic. Er geht davon aus, dass seine Elf stärker sein wird als in der Vorsaison.

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